Lufthansa, Aktie

Lufthansa Aktie: Boeing 737-Max nachbestellt

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 13:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lufthansa erweitert die Kurzstreckenflotte, wÀhrend 777X-EngpÀsse und höhere Risikokosten das GeschÀft zusÀtzlich belasten.

Weißes Passagierflugzeug beim Start in goldenes Abendlicht auf einer Landebahn
Fotorealistisches Stockbild fĂŒr Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125): Ein generisches, ungebrandetes Verkehrsflugzeug beim Start in warmem goldenem Abendlicht auf einer langen Landebahn, dramatischer Sonnenuntergang im Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Die Lufthansa Group erweitert ihre Flotte um zusÀtzliche Maschinen des Typs Boeing 737-Max. Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit neuen Lieferverzögerungen bei der Boeing 777X konfrontiert. Am Aktienmarkt legt das Papier der Fluggesellschaft heute um 3,0 Prozent auf 7,93 Euro zu.

Neuer Flugzeugauftrag bei anhaltenden Lieferproblemen

Mit der Nachbestellung weiterer Boeing 737-Max setzt der Luftfahrtkonzern seine Modernisierung auf der Kurz- und Mittelstrecke fort. Die Entscheidung fÀllt in eine operative Phase, die von anhaltenden EngpÀssen bei den Herstellern geprÀgt ist. Neben dem Neuzugang belasten wiederholte Verzögerungen beim Langstreckenmodell Boeing 777X die Flottenplanung der Fluggesellschaft.

FĂŒr Anleger bedeuten diese Verzögerungen zusĂ€tzlichen Druck auf das operative GeschĂ€ft. Ältere Maschinen mĂŒssen lĂ€nger im Dienst verbleiben, was Wartungsaufwand und Kerosinverbrauch treibt, wĂ€hrend neuere KapazitĂ€ten spĂ€ter als geplant zur VerfĂŒgung stehen.

VersicherungsprÀmien und Integrationskosten belasten

Parallel zur Flottenerneuerung wachsen die betrieblichen Risikofaktoren. Drohnenangriffe auf Energie- und Flughafeninfrastruktur in Moskau haben jĂŒngst die Kosten fĂŒr Luftfahrtversicherungen und Kriegsrisiken steigen lassen. Hinzu kommen anhaltende Aufwendungen fĂŒr die Integration von ITA Airways sowie steigende europĂ€ische Arbeits- und Regulierungskosten.

Diese Belastungen treffen die Fluggesellschaft in einem anspruchsvollen Branchenumfeld. Zwar verbuchte das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzanstieg um 7,93 Prozent auf 11,14 Milliarden Euro.

Blick auf die anstehende Bilanz

Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die kommenden Monate. Der Konzern wird am 3. November den Finanzbericht fĂŒr das dritte Quartal 2026 vorlegen. Diese Zahlen dĂŒrften zeigen, in welchem Umfang die erhöhten Risikokosten und geopolitischen Spannungen das saisonal wichtige SommergeschĂ€ft beeinflusst haben.

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