Lufthansa, Cargo

Lufthansa Cargo: 50.000 Quadratmeter LagerflÀche hinzu

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 12:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lufthansa Cargo erweitert mit LUG die deutsche LagerflÀche, wÀhrend eine Schlichtung mit der VC Streiks verhindern und Planungssicherheit schaffen soll.

Weißes Passagierflugzeug beim Start in goldenes Abendlicht auf einer Landebahn
Fotorealistisches Stockbild fĂŒr Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125): Ein generisches, ungebrandetes Verkehrsflugzeug beim Start in warmem goldenem Abendlicht auf einer langen Landebahn, dramatischer Sonnenuntergang im Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Die Lufthansa Group treibt ihre Wachstumsstrategie im Frachtsektor voran und sichert sich zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten am deutschen Heimatmarkt. WĂ€hrend die Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo eine vollstĂ€ndige Übernahme der LUG aircargo handling GmbH vereinbart hat, bemĂŒht sich der Konzern an anderer Front um operative StabilitĂ€t: In Seeheim begannen die entscheidenden Schlichtungsverhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, um kĂŒnftige ArbeitskĂ€mpfe zu verhindern.

Ausbau der Handling-KapazitÀten am Heimatmarkt

Am Mittwoch unterzeichnete Lufthansa Cargo den Vertrag zur 100-prozentigen Übernahme der LUG aircargo handling GmbH von der Dettmer Group. Mit diesem Schritt gewinnt der Konzern rund 50.000 Quadratmeter zusĂ€tzliche LagerflĂ€che in Deutschland hinzu.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Ziel des Zukaufs ist es, die AbfertigungskapazitÀten deutlich zu erweitern und damit die langfristige Wachstumsstrategie der Logistiksparte zu untermauern.

Dieser Ausbau erfolgt in einer Phase, in der die Lufthansa Group ihre ProfitabilitĂ€t stabilisieren muss. Die im August vorgelegten Zahlen fĂŒr das zweite Quartal zeigten zwar ein Umsatzplus von 7,9 Prozent auf rund 11,14 Milliarden Euro, jedoch lag das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) deutlich unter den ursprĂŒnglichen Erwartungen.

Steigende Kerosinkosten und die Belastungen durch vorangegangene Streiks drĂŒckten auf die Bilanz, weshalb die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr auf eine Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro gesenkt wurde.

Schlichtungsverfahren soll Tarifkonflikt beenden

Um weitere operative Störungen zu vermeiden, hat der Konzern am Freitag vergangener Woche ein umfassendes Schlichtungsverfahren mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eingeleitet.

Als Schlichter fungieren der thĂŒringische MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow fĂŒr die Arbeitnehmerseite und der ehemalige hessische MinisterprĂ€sident Roland Koch fĂŒr die Lufthansa. Das Verfahren umfasst neben der Kernmarke auch die Einheiten Cargo, Cityline und Eurowings.

Die Verhandlungen in Seeheim konzentrieren sich unter anderem auf Forderungen nach höheren ArbeitgeberbeitrĂ€gen zur betrieblichen Altersvorsorge. Eine Einigung soll bis spĂ€testens 15. Oktober erzielt werden, wobei eine anschließende Mediation den Prozess bis Mitte November absichern kann.

Durch den Start der Schlichtung ist die akute Streikgefahr fĂŒr die kommenden Wochen gebannt, was dem Konzern Planungssicherheit fĂŒr den laufenden Flugbetrieb verschafft.

Fokus auf Premium-Segment und personelle KontinuitÀt

Parallel zur logistischen Expansion plant die Airline eine Aufwertung ihres Angebots. Medienberichten zufolge prĂŒft das Management eine umfassende Umgestaltung der Flugzeugkabinen fĂŒr Neuauslieferungen der Typen Airbus A350-1000 und Boeing 777-9. Hintergrund ist die stark steigende Nachfrage nach hochpreisigen Sitzklassen.

Durch einen höheren Anteil an PremiumsitzplĂ€tzen strebt die Lufthansa bis zum Jahr 2030 eine Marge von 8 bis 10 Prozent an. Bereits ab Mitte September sind zudem neue Sitzkategorien in der Business Class fĂŒr LangstreckenflĂŒge buchbar.

An der Börse spiegeln sich die strategischen BemĂŒhungen noch nicht in einer nachhaltigen Erholung wider. Am Freitag schloss die Aktie bei 7,69 Euro, was einem moderaten Tagesplus von 0,8 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn weist der Titel jedoch ein Minus von 8,5 Prozent auf. Zudem notiert der Kurs aktuell 8,7 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, was die anhaltend vorsichtige Haltung der Marktteilnehmer unterstreicht.

Personell bereitet der Konzern zudem einen Generationswechsel in der Wartungssparte vor. Harald Gloy wird am 1. Februar 2027 den Vorstandsvorsitz von Lufthansa Technik ĂŒbernehmen. Er folgt auf Sören Stark, der in den Ruhestand tritt. Gloy ist seit ĂŒber 25 Jahren im Konzern tĂ€tig und bekleidet derzeit die Position des operativen Vorstands.

Anzeige

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 12. September liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Lufthansa-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE0008232125 | LUFTHANSA | boerse | 70092617 |