Lumentum, Aktie

Lumentum Aktie: 87 Millionen für InP-Wafer bis 2031

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 15:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lumentum sichert sich mit 87 Mio. US-Dollar Vorauszahlung Indiumphosphid-Wafer bis 2031 und steigt in CHIPS-Forschungsinitiative ein.

Lumentum sichert Indiumphosphid-Wafer: Milliarden-Deal mit AXT
Hochtechnologische Halbleiterfertigung in einem Reinraum mit Fokus auf einen schimmernden Wafer. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Lumentum hat eine weitreichende Vereinbarung getroffen, um die Versorgung mit kritischen Halbleitermaterialien für die kommenden Jahre abzusichern. Wie das Unternehmen und sein Partner AXT Inc. mitteilten, wurde ein langfristiger Liefervertrag für Indiumphosphid-Wafer (InP) unterzeichnet. Diese Substrate sind eine grundlegende Komponente für optische Bauteile, die in der Telekommunikation und in Rechenzentren eingesetzt werden. Die Vereinbarung sieht eine feste Kapazitätsreservierung vor, die zunächst bis zum 31. Dezember 2031 läuft und jährlich verlängert werden kann.

Strategische Allianz für Indiumphosphid-Substrate

Im Rahmen dieses Abkommens sichert sich Lumentum feste jährliche Mindestmengen an Wafer-Substraten. Um diese Kapazitäten bei AXT zu garantieren, leistet Lumentum erhebliche Vorabzahlungen in Form von zwei Einlagen. Eine erste Zahlung in Höhe von 43,5 Millionen US-Dollar ist innerhalb der nächsten 30 Geschäftstage fällig. Eine zweite Tranche über denselben Betrag soll im Jahr 2028 folgen. Diese Gesamtsumme von 87 Millionen US-Dollar wird später mit den tatsächlichen Lieferungen verrechnet.

Für Lumentum bedeutet dieser Schritt eine signifikante Stabilisierung der Lieferkette in einem Marktumfeld, das zunehmend von der Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungen geprägt ist. Die Vereinbarung enthält zudem spezifische Bestimmungen für den Fall von Lieferengpässen oder Nichterreichung der Mindestmengen, was das operative Risiko für beide Seiten planbarer macht.

Forschungskooperation im Rahmen des CHIPS Act

Parallel zur Sicherung der Rohstoffbasis engagiert sich Lumentum in einer neuen Forschungsinitiative zur Stärkung der US-Halbleiterinfrastruktur. Das Unternehmen tritt als offizieller Industriepartner von GlobalFoundries auf, das kürzlich eine Absichtserklärung mit dem US-Handelsministerium über eine Förderung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar unterzeichnet hat.

Diese Mittel stammen aus dem CHIPS and Science Act und sollen die Entwicklung der sogenannten Silizium-Photonik vorantreiben. Dabei geht es vor allem um die nächste Generation von Wafer-Technologien und optischen Materialien. Ziel ist es, die Energieeffizienz in Rechenzentren um das Fünffache zu steigern und Datenübertragungsraten von 400 Gb/s zum Standard zu machen. Lumentum bringt hierbei seine Expertise als Endorser ein, um gemeinsam mit anderen Branchengrößen wie Nvidia und Microsoft die technologische Basis für künftige KI-Infrastrukturen zu legen.

Erholung nach marktweitem Tech-Ausverkauf

Die Nachricht über die langfristige Standortsicherung und die Forschungsbeteiligung sorgt am heutigen Donnerstag für eine positive Stimmung unter den Anlegern. Dies folgt auf einen schwierigen vorangegangenen Handelstag, an dem der gesamte Technologiesektor unter Druck geraten war. Am Mittwoch hatten Spekulationen über die Zinspolitik der US-Notenbank Fed und gestiegene Investitionskosten bei großen Cloud-Anbietern zu deutlichen Kursverlusten bei KI-relevanten Aktien geführt.

In diesem freundlicheren Marktumfeld notiert das Papier von Lumentum heute bei 567,10 Euro, was einem deutlichen Plus von 7,94 % gegenüber dem gestrigen Schlussstand entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Erholung zeigt der Blick auf die längerfristigen Indikatoren, dass die Aktie noch Aufholpotenzial besitzt. Aktuell notiert der Wert rund 21,14 % unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, der bei 719,14 Euro liegt. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel dennoch eine beeindruckende Performance und konnte um 79,07 % zulegen.

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