Marathon Petroleum Aktie: Jefferies stuft auf Hold ab
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am US-Raffineriemarkt wachsen die Sorgen vor staatlichen Markteingriffen. Äußerungen von US-Präsident Trump am Dienstag über ein mögliches Verbot von Dieselausfuhren haben die Branche aufgeschreckt. Für Marathon Petroleum könnte eine solche Maßnahme spürbare Belastungen für das operative Geschäft nach sich ziehen.
Medienberichten zufolge gerieten die Papiere des Raffineriebetreibers nach dem Aufkommen der Berichte unter Verkaufsdruck. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 344,40 Euro.
Belastungsfaktoren für die Raffineriemargen
Ein potenzielles Ausfuhrverbot für Diesel gilt in Washington als Option, ist bislang jedoch keine beschlossene Maßnahme. Dennoch schlagen Branchenexperten Alarm: Nach Schätzungen von S&P Global könnte der Wegfall internationaler Absatzkanäle rund 1,5 Millionen Barrel Diesel pro Tag im US-Binnenmarkt festsetzen.
In der Folge müssten die heimischen Raffinerien ihre Rohölverarbeitung um fast 1,9 Millionen Barrel täglich drosseln. Dies würde insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Anlagen an der US-Golfküste treffen, an der auch Marathon Petroleum bedeutende Kapazitäten betreibt.
Ein derartiges Überangebot an Kraftstoffen im Inland würde die Raffineriemargen spürbar belasten. Für Anleger, die nach dem vorangegangenen Höhenflug des Sektors auf dauerhaft hohe Erträge setzten, trüben sich die Aussichten damit ein. Neben den politischen Diskussionen über Eingriffe in den Außenhandel drohen bei einer nachlassenden Nachfrage zusätzliche Bremsspuren im Raffineriezyklus.
Jefferies stuft die Aktie ab
Die veränderten Rahmenbedingungen veranlassten auch die Analystenseite zur Zurückhaltung. Analyst Lloyd Byrne vom Analysehaus Jefferies stufte die Marathon-Petroleum-Aktie am Dienstag von „Buy“ auf „Hold“ herab und setzte ein Kursziel von 413 $.
In seiner Begründung verwies Byrne auf das ungünstigere Chance-Risiko-Verhältnis sowie Risiken für die Margenentwicklung. Ein mögliches Exportverbot für Diesel und eine potenzielle Nachfrageschwäche stellten zentrale Belastungsfaktoren dar.
Trotz des jüngsten Gegenwinds blickt das Papier auf eine beachtliche Wertentwicklung zurück. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 147 Prozent. Damit notiert der Titel weiterhin in Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 374,00 Euro.
Nächste Geschäftszahlen im November
Neue Einblicke in die operative Verfassung des Konzerns verspricht der kommende Finanzbericht. Marathon Petroleum kündigte an, die Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 3. November 2026 im Rahmen einer Telefonkonferenz zu erläutern. Bis zu dieser Bilanzvorlage dürften vor allem die weiteren Signale aus Washington zu möglichen Handelsbeschränkungen den Takt für die Aktie vorgeben.
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