McCormick Aktie: Verkauf von Colman's geplant
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 14:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
McCormick stellt die Weichen fĂŒr den geplanten Zusammenschluss mit der Lebensmittelsparte von Unilever. Um regulatorische HĂŒrden der rund 44,8 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion zu nehmen, steht die VerĂ€uĂerung der britischen Traditionsmarke Colmanâs im Raum.
WÀhrend das Management am kommenden Mittwoch auf einer Branchenkonferenz Details zur strategischen Ausrichtung erlÀutern wird, zeigt sich der Aktienkurs im bisherigen Jahresverlauf deutlich unter Druck.
Strategische Portfolio-Bereinigung fĂŒr Milliarden-Deal
Medienberichten zufolge haben sowohl Unilever als auch McCormick PlĂ€ne bestĂ€tigt, die Marke Colmanâs abzugeben. Dieser Schritt erfolgt proaktiv, um potenzielle wettbewerbsrechtliche Bedenken der Aufsichtsbehörden im Zusammenhang mit der geplanten Kombination von Unilever Foods und McCormick auszurĂ€umen.
Ein Sprecher von Unilever bestÀtigte, dass eine Entscheidung getroffen wurde, den Markennamen sowie die zugehörigen Vermögenswerte potenziellen KÀufern anzubieten.
FĂŒr die Suche nach einem geeigneten Ăbernehmer wurden bereits Experten der Investmentbank Rothschild mandatiert. Die Transaktion ist Teil einer umfassenderen Umstrukturierung vor dem Zusammenschluss der beiden Konzerne. Das Gesamtvolumen der Fusion zwischen Unilever Foods und McCormick wird auf etwa 44,8 Milliarden US-Dollar taxiert.
Management-Auftritt und Quartalsausblick
Bevor das Unternehmen am 1. Oktober die Finanzergebnisse fĂŒr das dritte Quartal vorlegt, sucht die KonzernfĂŒhrung den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Am kommenden Mittwoch werden Chairman und CEO Brendan Foley sowie Finanzvorstand Marcos Gabriel auf der Global Consumer Conference von Barclays in New York sprechen.
Anleger erhoffen sich von diesem Auftritt am Vormittag neue Hinweise zum Fortschritt der Unilever-Integration und zur aktuellen Kostenstruktur des GewĂŒrzherstellers.
InsiderverkÀufe und Marktlage
Die Aktie verlor am heutigen Montag leicht an Boden und notiert bei 44,88 Euro, was einem RĂŒckgang von 0,9 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus fĂŒr die Anleger damit bereits auf 24 Prozent. Damit setzt sich die schwache Tendenz fort, nachdem die Aktie bereits in den letzten zwölf Monaten deutlich an Wert verloren hat.
Neben der allgemeinen MarktschwĂ€che sorgten im August Transaktionen aus dem Umfeld der KonzernfĂŒhrung fĂŒr Aufmerksamkeit. Lawrence Erik Kurzius, ein Anteilseigner mit einer Beteiligung von zehn Prozent am Unternehmen, ĂŒbte am 10. August Optionen ĂŒber 205.538 Aktien aus und verĂ€uĂerte diese unmittelbar darauf zu einem Preis von durchschnittlich 52,6871 US-Dollar je Anteilsschein.
Im Gegensatz dazu erwarb CEO Brendan Foley im Juli im Rahmen von Dividendenreinvestitionen eine geringe Anzahl an nicht-stimmberechtigten Aktien zu Kursen zwischen 51,425 und 52,90 US-Dollar.
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