McDonald's Aktie: Neue Werbe-Plattform soll Milliarde einbringen
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 06:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Milliarde US-Dollar an zusĂ€tzlichen Einnahmen will McDonald's kĂŒnftig mit digitaler Werbung in den eigenen Filialen und Anwendungen erzielen. Am Mittwoch stellte das Unternehmen sein Konzept unter dem Namen McDonaldâs Media Network vor. Mit dem Schritt erschlieĂt der Gastronomiekonzern eine neue Einnahmequelle abseits des klassischen Burger- und Pommesverkaufs.
ZusĂ€tzliche Erlöse ĂŒber Bildschirme und App
Das neue Werbenetzwerk befindet sich seit August in einer Testphase, die zunĂ€chst 450 firmeneigene US-Filialen umfasst. Geplant ist, WerbeflĂ€chen kĂŒnftig ĂŒber die konzerneigene Smartphone-App, an Bestellkiosken, auf digitalen MenĂŒtafeln sowie in den Restaurants selbst zu vermarkten. Das Marktforschungsinstitut eMarketer beziffert das Volumen des US-Marktes fĂŒr Handelswerbung im laufenden Jahr auf 84 Milliarden US-Dollar.
Das ErschlieĂen digitaler Werbeeinnahmen spiegelt das Bestreben wider, neue Ertragsquellen aufzubauen. Neben klassischen MenĂŒverkĂ€ufen rĂŒckt damit die Monetarisierung der hohen Kundenkontakte in den Mittelpunkt, um zusĂ€tzliche Cashflows zu generieren.
Automatisierung im Restaurantalltag
Parallel dazu treibt der Konzern die technische AufrĂŒstung seiner Standorte voran. Im Fokus steht das KI-gestĂŒtzte Bestellsystem Archy, das Drive-through-Bestellungen in englischer sowie spanischer Sprache mit einer Genauigkeit von 90 Prozent verarbeiten kann. Die Technologie soll je typischem Restaurant mindestens 50 Arbeitsstunden pro Woche einsparen. CFO Ian Borden betonte in diesem Zusammenhang, dass kein Personalabbau geplant sei.
ErgĂ€nzend zu den Sprachassistenten setzt das Unternehmen auf spezialisierte Kontrolltechnik in den KĂŒchen:
* Spezielle Waagen zur ĂberprĂŒfung der Bestellgenauigkeit sind bereits in 10.000 Restaurants im Einsatz.
* Bis zum Jahr 2028 soll dieser Ausbau auf 20.000 Standorte verdoppelt werden.
* Das Managementsystem ArchIQ soll die AblĂ€ufe in den KĂŒchen weiter vereinheitlichen.
Druck auf dem US-Heimatmarkt
Die Initiativen fallen in eine Phase gedĂ€mpfter Nachfrage. CEO Chris Kempczinski verwies darauf, dass der Kundenverkehr in den Fast-Food-MĂ€rkten bei anhaltend hoher Inflation voraussichtlich stagnieren werde. Im zweiten Quartal war der Umsatz in den USA noch um 0,8 Prozent gewachsen, nach 2,5 Prozent im Vorjahresquartal. FĂŒr das dritte Quartal rechnet CFO Ian Borden im US-GeschĂ€ft mit einer leicht rĂŒcklĂ€ufigen Entwicklung.
An den FinanzmĂ€rkten schlĂ€gt sich die operative ZurĂŒckhaltung nieder. Im gestrigen Handel ging das Papier bei 208,30 Euro aus dem Handel. Damit belĂ€uft sich das Minus seit Jahresanfang auf 21 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 205,80 Euro betrĂ€gt lediglich 1,2 Prozent.
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