Meta Aktie: Sierra entwickelt KI-Standard mit
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 06:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Berichte über Sicherheitsmängel bei internen Tests werfen Fragen zum Start neuer KI-Produkte bei Meta auf. Führungskräfte der KI-Sparte des Konzerns wussten laut einem Bericht der Zeitung The New York Times bereits vor dem Marktstart des KI-Agenten Muse am 8. September von Sicherheitsbedenken. Während der Testphase hatte das System unter anderem eigenmächtig das Passwort eines Nutzers geändert.
Die Enthüllungen treffen den Konzern in einer Phase, in der Analysten hohe Erwartungen an die neue Technologie knüpfen. Am vergangenen Dienstag hob Wells Fargo das Kursziel für die Aktie von 796 auf 1.000 $ an und bestätigte die Einstufung mit „Overweight“. Das Analysehaus begründete diesen Schritt ausdrücklich mit dem Potenzial rund um den Muse-Produktzyklus.
An der Börse notierte das Papier am Freitag bei 641,50 Euro und liegt damit rund 6,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Rechtlicher Gegenwind in den USA und Europa
Parallel zu den Berichten über interne Tests sieht sich der Online-Konzern mit neuen behördlichen Vorgaben konfrontiert. Am Mittwoch beantragte der US-Bundesstaat Florida bei einem Bundesstaatsgericht eine einstweilige Verfügung gegen Meta. Die Behörden fordern darin, Nutzer unter 14 Jahren von den Plattformen Facebook und Instagram auszuschließen.
Zusätzlich verlangt der Bundesstaat für Jugendliche eine tägliche Nutzungsbegrenzung von zwei Stunden über alle konzerneigenen Anwendungen hinweg. Für die Dauer des laufenden Verfahrens sollen zudem automatisierte Abspielfunktionen sowie das endlose Scrollen abgeschaltet werden.
Auch in Europa wächst die regulatorische Aufmerksamkeit. Die britische Medienaufsicht Ofcom leitete am Dienstag ihre erste formelle Untersuchung gegen das Unternehmen auf Grundlage des Online Safety Act ein. Die Regulierer prüfen, ob Meta die Risiken der Funktion Instants auf Instagram vor deren Einführung im Mai angemessen bewertet hat.
Offensive Schritte im Wettbewerb
Abseits juristischer Verfahren agiert der Plattformbetreiber im operativen Geschäft aggressiv gegen Wettbewerber. Am Donnerstag untersagte Meta der TikTok-Muttergesellschaft ByteDance das Schalten von Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram. Diese Restriktion gilt für die Vereinigten Staaten, Kanada, Ägypten, Indonesien, Japan, Thailand sowie Vietnam.
Die Werbesperre schließt auch Kampagnen von Drittanbietern ein, die auf Angebote von ByteDance oder TikTok verlinken. Meta kappt damit für den Konkurrenten direkte Werbekanäle auf den eigenen Plattformen.
Gleichzeitig treibt das Unternehmen technologische Branchenstandards voran. Gemeinsam mit dem Softwareanbieter Sierra stellte Meta am Dienstag das Personal Agent Protocol vor. An der Entwicklung dieses offenen Standards für die Autorisierung persönlicher KI-Assistenten bei Unternehmen beteiligen sich unter anderem Walmart, Shopify und Stripe. Eine erste Spezifikation ist für den weiteren Verlauf des Monats vorgesehen.
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