Mobilezone, Aktie

Mobilezone Aktie: MVNO-Ziel angehoben

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 09:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mobilezone ĂŒbertrifft Erwartungen im Abo-GeschĂ€ft und erhöht das Jahresziel. Die Übernahme der AK Group belastet jedoch die Bilanz mit neuer Nettoverschuldung.

Mobilezone hebt Prognose an: MVNO-GeschÀft treibt Wachstum im ersten Halbjahr 2026
Abstrakte Darstellung moderner Telekommunikationstechnologie und digitale Vernetzung bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Mobilezone legt Zahlen vor, die zeigen, wie schnell die Strategie-Wende FrĂŒchte trĂ€gt. Der Schweizer Telekom- und Lifestyle-HĂ€ndler steigert im ersten Halbjahr 2026 den Nettoumsatz auf 127,2 Millionen Franken, ein Plus von 4,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Getragen wird das Wachstum vor allem vom MVNO-GeschĂ€ft — und genau hier zieht das Unternehmen die Erwartungen fĂŒr das Gesamtjahr nach oben.

Abo-Wachstum ĂŒbertrifft Erwartungen

Die Zahl der aktiven Postpaid-Abos bei den Marken TalkTalk und Digital Republic kletterte von 219.900 Ende 2025 auf 243.100 zur Jahresmitte — ein Zuwachs von 10,6 Prozent in nur sechs Monaten.

Das Management reagiert darauf mit einer Anhebung des Jahresziels: Statt der bisher kommunizierten 250.000 Postpaid-Abos peilt Mobilezone nun 260.000 an, was einem Jahreswachstum von rund 18,2 Prozent entsprÀche.

Der bereinigte EBITDA erreichte mit 19,6 Millionen Franken einen neuen Halbjahres-Höchstwert, leicht ĂŒber dem bisherigen Rekord aus dem Vorjahr. Die Bruttomarge verbesserte sich von 46,1 auf 48,1 Prozent — ein direkter Effekt der wachsenden Bedeutung des margenstarken MVNO-GeschĂ€fts gegenĂŒber dem strukturell schwĂ€chelnden stationĂ€ren Handel.

Apfelkiste-Integration lÀuft an

Mit dem Vollzug der Übernahme der AK Group zum 1. Juni 2026 hat Mobilezone seine E-Commerce-Position gestĂ€rkt. Die Plattform Apfelkiste.ch und der Markenspezialist MAREIN trugen im Juni bereits 8,8 Millionen Franken zum Umsatz bei — der Beitrag bleibt wegen der kurzen Konsolidierungsdauer noch ĂŒberschaubar. Erste gemeinsame Verkaufsinitiativen, etwa Apfelkiste-Produkte in den mobilezone-Shops, laufen bereits an.

Die Finanzierung der Akquisition hinterlĂ€sst allerdings Spuren in der Bilanz: Aus einem Netto-Cash-Bestand von 66,5 Millionen Franken Ende 2025 wurde eine Nettoverschuldung von 148 Millionen Franken zur Jahresmitte. Der Verschuldungsgrad liegt bei 2,3 — bis Ende 2026 soll dieser Wert wieder unter 2 sinken.

Das stationĂ€re GeschĂ€ft mit 124 Shops bleibt derweil unter Druck: VertragsabschlĂŒsse und ZubehörverkĂ€ufe lagen spĂŒrbar unter Vorjahresniveau. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das Refurbishing-GeschĂ€ft der Marke jusit lebhaft, mit einem Absatzplus von fast 20 Prozent auf 12.700 GerĂ€te.

FĂŒr das laufende Jahr bestĂ€tigt Mobilezone die EBITDA-Guidance von 50 bis 57 Millionen Franken sowie das mittelfristige Ziel von 70 Millionen Franken bis 2028. Die angekĂŒndigten Synergien aus der Apfelkiste-Integration im mittleren einstelligen Millionenbereich sollen ab 2027 greifen — bis dahin bleibt der Fokus auf dem organischen Ausbau des Abo-GeschĂ€fts.

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