Moderna, Aktie

Moderna Aktie: Delaware-Klage darf weitergehen

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 22:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Citi senkte die Einstufung, während Moderna weitere Melanom-Studiendaten plant und ein Patentverfahren fortgesetzt werden darf.

Moderna-Aktie verliert 7,2 Prozent nach Abkühlung der Impfstoffrallye
Abstrakte Darstellung eines modernen Biotech-Labors mit Fokus auf sterile Oberflächen und professionelle Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktien von Moderna geraten am heutigen Dienstag spürbar unter Druck. Nach einer spekulativen Branchenrallye am Vortag drehte die Stimmung im Impfstoffsektor, was die Papiere des Unternehmens im Tagesverlauf um 7,2 Prozent auf 167,90 Euro nach unten drückte.

Medienberichten zufolge ebbte dieser branchenweite Schwung jedoch rasch wieder ab. Die Kursverluste spiegeln vor allem die Abkühlung des gesamten Sektorumfelds wider.

Bewertungsbedenken und personelle Weichenstellung

Der Rücksetzer trifft auf eine Phase, in der auch am Markt wieder vorsichtigere Töne zu hören waren. Am 30. September stufte die US-Bank Citi die Aktie von Neutral auf Verkaufen ab, passte das Kursziel jedoch zugleich von 60 $ auf 80 $ an. Die Analysten begründeten ihren Schritt mit der Bewertung der Papiere sowie den Markterwartungen an künftige Umsätze im Bereich der Onkologie.

Um dem Wachstum und der strategischen Ausrichtung des Konzerns zu begegnen, stellte Moderna unlängst die operative Führung neu auf. Juan Andres kehrte mit Wirkung zum gestrigen Montag auf den Posten des Chief Operating Officer zurück. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit der zunehmenden Größe und Diversifizierung seiner Geschäftsaktivitäten.

Rechtliche Hürden und anstehende Fachdaten

Parallel zu den Marktbewegungen muss sich Moderna mit juristischen Auseinandersetzungen um seine Kerntechnologie befassen. Ein Bundesrichter im US-Bundesstaat Delaware lehnte am 28. September einen Antrag von Moderna ab, eine Klage wegen angeblicher Verletzung von mRNA-Patenten abzuweisen.

Kläger in diesem Verfahren sind Bayer CropScience, die Monsanto Company sowie die Monsanto Technology. Die Entscheidung bedeutet keine Feststellung einer tatsächlichen Patentverletzung, erlaubt es den Klägern jedoch, das Verfahren fortzusetzen.

Inhaltliche Impulse stehen für den Biotech-Konzern vor allem im Bereich der Krebsforschung an. Das Unternehmen plant, am 24. Oktober auf dem ESMO-Kongress weitere Studiendaten zu Intismeran Autogene beim Melanom vorzustellen. Die Ankündigung dieser Phase-3-Daten für den Krebsimpfstoff liegt bereits rund zwei Wochen zurück.

Zudem steht Moderna vor der Aufnahme in den Nasdaq-100, wo das Papier den Platz von Warner Bros. Discovery einnehmen soll. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nach der kurzen Sektorspekulation damit wieder auf die klinische Pipeline und den weiteren Verlauf der Patentstreitigkeiten.

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