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Monolithic Power Aktie: 7,6 Prozent Minus trotz 130%-Ziel

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 17:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz massiv erhöhter KI-Umsatzprognosen und Rekordquartal rutscht die MPS-Aktie ab. Rechtliche Prüfung und Insiderverkäufe belasten die Stimmung.

Monolithic Power: KI-Wachstumsziele angehoben, Aktie fällt trotzdem
Abstrakte Darstellung von Halbleiter-Wafern mit leuchtenden Schaltkreismustern in einer professionellen Industrieumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Trotz massiv angehobener Wachstumsziele im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) verzeichnet die Aktie von Monolithic Power Systems am heutigen Dienstag einen deutlichen Kursrückgang. Das Papier notiert aktuell bei 1.130,50 Euro, was einem Minus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.

Während das Unternehmen fundamental von einer enormen Nachfrage in Rechenzentren profitiert, rücken gleichzeitig eine juristische Untersuchung sowie vereinzelte Insiderverkäufe in den Fokus der Anleger.

Massives Plus im Segment Enterprise Data erwartet

Das Management von Monolithic Power Systems zeigt sich für die kommenden Jahre äußerst optimistisch und hat seine Zielsetzungen für das Segment Enterprise Data deutlich nach oben korrigiert. Für das Jahr 2026 strebt das Unternehmen nun ein Wachstum von 130 Prozent an, nachdem zuvor ein Zielwert von 85 Prozent kommuniziert worden war.

Diese Anpassung folgt auf ein starkes zweites Quartal 2026, in dem der Chiphersteller einen Rekordumsatz von 981 Millionen US-Dollar erzielte. Dies entspricht einer Steigerung von rund 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Besonders dynamisch entwickelte sich zuletzt das Geschäft mit Enterprise-Data-Lösungen, das sequenziell um 45 Prozent zulegte, während der Bereich Communications sogar ein Plus von 80 Prozent verbuchte.

Der Vorstandsvorsitzende begründete den Erfolg unter anderem mit der weltweit höchsten Leistungsdichte der hauseigenen Produkte. Bis zum Jahr 2029 prognostizieren Analysten einen Anstieg des Gesamtumsatzes auf bis zu 6,0 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von rund 1,7 Milliarden US-Dollar.

Juristische Prüfung und institutionelle Zuflüsse

Überschattet wird die operative Stärke derzeit von einer Meldung der Anwaltskanzlei Halper Sadeh LLC. Wie gestern bekannt wurde, hat die Kanzlei eine Untersuchung gegen Führungskräfte von Monolithic Power Systems eingeleitet. Dabei wird geprüft, ob die Verantwortlichen ihre Treuepflichten gegenüber den Aktionären verletzt haben.

Solche Untersuchungen sind bei US-Unternehmen nach größeren Kursbewegungen oder strategischen Änderungen nicht unüblich, sorgen am Markt jedoch kurzfristig für Verunsicherung.

Parallel dazu wurde ein Insidergeschäft öffentlich: Der Interims-Finanzvorstand Robert W. Dean veräußerte am 5. August 105 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 1.344,27 US-Dollar. Trotz dieser Liquidation bleibt das Vertrauen großer Investoren offenbar hoch.

Im zweiten Quartal meldeten mehrere Institute Positionsaufbauten. So erwarb TimesSquare Capital Management über 110.000 neue Anteile, was den Wert zur viertgrößten Position in deren Portfolio machte. Auch die Commerzbank Aktiengesellschaft FI stockte ihre Beteiligung im selben Zeitraum auf.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

Die Mehrheit der Marktbeobachter bewertet die aktuelle Korrektur als Einstiegschance. Von 14 Analysten, die das Unternehmen regelmäßig beobachten, vergeben elf ein „Strong Buy“-Rating. GF Securities startete die Abdeckung der Aktie jüngst mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 1.706 US-Dollar. Analysten der Citi und von Wells Fargo liegen mit Zielen von 1.820 US-Dollar beziehungsweise 1.800 US-Dollar noch über diesem Niveau.

Technisch gesehen bleibt die Aktie trotz des heutigen Rücksetzers in einem langfristigen Aufwärtstrend. Seit Jahresbeginn konnte das Papier um 42 Prozent zulegen und notiert aktuell weiterhin 6,6 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Vom 52-Wochen-Hoch, das bei 1.550,00 Euro markiert wurde, ist der Titel derzeit jedoch rund 27 Prozent entfernt. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob die ambitionierten Wachstumsraten im KI-Sektor die rechtlichen Bedenken und die aktuelle Volatilität überwiegen können.

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