Mutares, Aktie

Mutares Aktie: Guidance 2026 bestätigt trotz Refinanzierung

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 20:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bis zu 25 Millionen Euro der 2027 fälligen Anleihe sollen zurückgekauft werden; die Prognosen für 2026 bleiben unverändert.

Mutares bietet Anleiherückkauf an und hält an Jahreszielen fest
Abstraktes, professionelles Finanzbüro mit Blick auf eine Skyline bei goldenem Licht, das Stabilität und Vertrauen symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares stellt die Weichen für ihre künftige Finanzierungsstruktur. Wie das Unternehmen gestern bekanntgab, unterbreitet es den Gläubigern seiner im Jahr 2027 fälligen nordischen Anleihe ein freiwilliges Rückkaufangebot. Das Volumen beläuft sich auf bis zu 25 Millionen Euro des ausstehenden Nominalwerts.

Der Rückkauf erfolgt zum vollen Nennwert zuzüglich aufgelaufener Zinsen. Mit dieser Maßnahme bereitet die Holding den Boden für größere finanzielle Anpassungen vor. Im vierten Quartal 2026 plant das Management eine umfassendere Refinanzierung der bestehenden Anleihe, die unter veränderten Bedingungen vollzogen werden könnte. Das vorzeitige Rückkaufangebot dient als vorbereitender Schritt für diesen anstehenden Kapitalmarktschritt.

Guidance für 2026 bleibt bestehen

Gleichzeitig gab Mutares eine Bestätigung der operativen Zielmarken für das laufende Geschäftsjahr bekannt. Trotz der anstehenden Refinanzierungsmaßnahmen hält das Management an seinen Jahresprognosen fest. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Umsatz von bis zu 9,1 Milliarden Euro. Auf Ebene der Holding wird ein Jahresüberschuss in der Spanne von 165 bis 200 Millionen Euro angestrebt.

Diese Zahlen unterstreichen das fortgesetzte Vertrauen des Managements in die Ertragskraft des Portfolios. Der Fokus liegt darauf, durch Zukäufe und gezielte Sanierungsmaßnahmen Werte in den Tochtergesellschaften zu heben, um anschließend profitable Ausstiege zu realisieren.

Umbau des Portfolios schreitet voran

Auf operativer Ebene setzte Mutares in den vergangenen Wochen seine rege Transaktionstätigkeit fort. Am Mittwoch schloss die Gesellschaft die Veräußerung von Prénatal Niederlande ab. Das unter Moeder & Kind B.V. firmierende Geschäft ging im Rahmen eines vollständig finanzierten Management-Buyouts an den Vorstandsvorsitzenden Jochem van Bueren über.

Der Exit fügt sich in eine Reihe jüngster Portfoliomaßnahmen ein. Vor rund zwei Wochen schloss Mutares den Verkauf der NEM Energy Group an Hyundai Heavy Industries Power Systems ab.

Zeitgleich baute das Unternehmen andere Kernbereiche gezielt aus: Ebenfalls vor rund zwei Wochen vollzog die Gesellschaft die Übernahme von AmeriTerpenes im Wege eines Carve-outs von Symrise, wodurch eine neue Plattform im Segment Chemicals & Materials geschaffen wurde.

Aktie stabilisiert sich zum Wochenschluss

An der Börse sorgten die Ankündigungen zur Anleihestruktur und den Jahreszielen für eine leichte Aufhellung. Am Freitag legte der Kurs der Mutares-Aktie um 1,9 Prozent zu und ging bei 24,45 Euro aus dem Handel.

Dennoch spiegelt das aktuelle Bewertungsniveau die Herausforderungen der vergangenen Monate wider. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursminus auf 18 Prozent. Die kommenden Wochen dürften zeigen, zu welchen Konditionen die im Schlussquartal avisierten Refinanzierungsschritte am Kapitalmarkt platziert werden können.

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