NASDAQ 100: Micron-Zahlen geben Tech-Aktien Rückenwind
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Starke Quartalszahlen des Speicherchip-Spezialisten Micron verleihen den Technologieaktien an der Wall Street spürbaren Rückenwind. Der technologielastige NASDAQ 100 legt am heutigen Donnerstag um 0,4 Prozent auf 30.541,96 Punkte zu. Damit rückt das Leitbarometer wieder dicht an sein Rekordniveau heran: Vom am 23. September markierten 52-Wochen-Hoch bei 30.817,59 Punkten trennt den Index lediglich ein Abstand von 0,9 Prozent.
Rekordbilanz im Chipsektor dämpft Renditesorgen
Den Impuls für die jüngste Festigung lieferte Micron Technology nach dem gestrigen Börsenschluss. Der US-Konzern übertraf die Markterwartungen für sein viertes Geschäftsquartal deutlich und meldete einen Umsatz von 54,23 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn von 33,42 US-Dollar je Aktie. Der Nettogewinn kletterte auf 37,7 Milliarden US-Dollar.
Neben dem reinen Quartalsergebnis sorgte vor allem das Volumen der langfristigen Liefervereinbarungen für Optimismus: Dieses stieg von 22 Milliarden US-Dollar im Juni auf nunmehr 32 Milliarden US-Dollar, getrieben von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Hochleistungsspeichern für Rechenzentren und Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.
Für das angelaufene erste Quartal stellte das Unternehmen Erlöse von 61,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Nachricht wirkte sich auch international aus und löste im asiatischen Halbleitersektor kräftige Kursgewinne bei Zulieferern und Branchenschwergewichten aus. Im frühen US-Handel zeigten sich die Anleger jedoch selektiver, da der Technologiesektor zugleich mit Belastungsfaktoren an den Kapitalmärkten ringt.
Staatsanleihen markieren Mehrjahreshochs
Die anhaltende Dynamik im Tech-Bereich trifft auf eine verschärfte Lage am US-Rentenmarkt. Wie Reuters berichtet, stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise auf 5,34 Prozent und markierte damit den höchsten Stand seit dem Jahr 2002. Für die US-Schuldtitel markierte das abgelaufene dritte Quartal den stärksten Zinsanstieg innerhalb eines Vierteljahres seit 1994. Gleichzeitig kletterten die Renditen 30-jähriger Papiere am Rentenmarkt auf über 5,6 Prozent.
Trotz dieser Zinslast verzeichnete der NASDAQ 100 bereits gestern ein leichtes Plus, gestützt von nachlassendem Preisdruck bei den US-Konsumausgaben im August. Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Zinsschritts der Federal Reserve im Oktober sank laut Daten der Terminbörse CME zuletzt auf unter 40 Prozent.
Marktbeobachter richten den Blick nun auf die anstehenden Arbeitsmarktdaten zum Monatsauftakt, die weiteren Aufschluss über die geldpolitische Linie geben dürften.
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