Natera, Aktie

Natera Aktie: 20 Abstracts fĂŒr ESMO

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 00:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
StudienbeitrÀge zu mehreren Krebsarten sollen die Empfindlichkeit des MRD-Tests und mögliche TherapieÀnderungen beleuchten.
Moderne Laborumgebung mit medizinischer ForschungsausrĂŒstung als Symbol fĂŒr biotechnologische Innovation. Illustration mit AI erstellt.

Natera rĂŒckt seinen ultrasensitiven Krebstest ins Rampenlicht. Auf dem EuropĂ€ischen Krebskongress ESMO in Madrid (23. bis 26. Oktober) sollen 20 Abstracts mit Natera-Technologie vorgestellt werden, darunter vier Rapid-Oral-PrĂ€sentationen. Im Zentrum steht die neueste Version des MRD-Tests Signatera Genome.

SensitivitÀt im Fokus

Die Variante mit Phased and Structural Variants erreicht nach Unternehmensangaben ein Nachweislimit (LOD95) von unter einem Teil pro Million. Einzelne Signale wurden demnach deutlich unter einem Teil pro zehn Millionen erkannt. Minetta Liu, Chief Medical Officer fĂŒr Onkologie, spricht von einer SensitivitĂ€t "in einem Bereich, den wir bisher nicht gesehen haben".

MRD steht fĂŒr molekulare Resterkrankung, also winzige Tumorreste im Blut nach einer Behandlung. Je empfindlicher der Test, desto frĂŒher lĂ€sst sich ein RĂŒckfall erkennen. Genau das soll die Datenlage stĂŒtzen.

Was die Studien zeigen sollen

Bei Magen- und Speiseröhrenkrebs (ICONIC-Studie) erkannte der Test alle auswertbaren RĂŒckfĂ€lle wĂ€hrend der Überwachung. Der Vorsprung gegenĂŒber der Standardbildgebung lag im Median bei mehr als 7,3 Monaten.

Praktische Relevanz hat die Phase-III-Studie SAGITTARIUS bei Darmkrebs. Bei jedem dritten Patienten Ă€nderten Ärzte nach dem Testergebnis ihren zuvor geplanten Therapieplan. In 87 Prozent dieser FĂ€lle fiel die Behandlung geringer aus, weil der Test keine Resterkrankung zeigte.

Weitere BeitrĂ€ge betreffen Brustkrebs, Lungenkrebs und Blasenkrebs. Bei HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs blieben 81 Prozent der außergewöhnlich gut ansprechenden Patienten dauerhaft MRD-negativ.

Eine kleine Auswertung mit 50 Patienten zeigte zudem, dass die Kombination mit einer FlĂŒssigbiopsie-Genomanalyse bei 18 Patienten relevante Biomarker wie ESR1, BRAF, FGFR3 und BRCA2 aufdeckte.

Termine in Madrid

Der Großteil der PrĂ€sentationen lĂ€uft am 23. Oktober, weitere folgen bis zum 26. Oktober. Die Studie zum Lungenkrebs (MDT-BRIDGE) steht am letzten Kongresstag auf dem Programm, ebenso die Daten zu den HER2-positiven Brustkrebspatientinnen.

FĂŒr die Aktie sind das zunĂ€chst AnkĂŒndigungen, keine neuen Daten. Ob die Ergebnisse die Studienlage tatsĂ€chlich stĂ€rken, zeigt sich ab dem 23. Oktober mit den ersten Postern.

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