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National Grid Aktie: Plant neues Umspannwerk in Aberthaw

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 14:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein US-Zuschuss unterstützt National Grids Netzprojekt in Neuengland, während Großbritannien neue Wettbewerber und Infrastrukturpläne vorbereitet.

Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen und Strommasten, Text ENERGY, Sektor
Bauhaus-Poster mit Strommasten steht für National Grid plc, ISIN GB00BDR05C01, britischer Betreiber von Energieübertragungsnetzen Illustration mit AI erstellt.

Der britische Netzbetreiber National Grid stellt die Weichen für die künftige Strominfrastruktur auf beiden Seiten des Atlantiks neu. Während in Großbritannien veränderte Marktstrukturen bevorstehen, treibt der Konzern Modernisierungsprojekte im Ausland voran. An der Börse schloss die Aktie am Freitag bei 13,51 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,3 Prozent entsprach.

Rückenwind für Netzinnovationen in Neuengland

Wichtige Impulse kommen aus den Vereinigten Staaten. Das US-Energieministerium wählte am 25. September das DREAM-Projekt von National Grid für eine staatliche Förderung aus. Das Vorhaben ist Teil einer übergeordneten Initiative der Behörde, die insgesamt 31 Übertragungsprojekte bezuschussen will.

Im Rahmen des Vorhabens kommen moderne Übertragungstechnologien im Stromnetz von Neuengland zum Einsatz. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit sowie die Systemeffizienz zu steigern und die steigende Stromnachfrage abzufedern.

Analystenseitig stieß die Entwicklung auf Zustimmung. Jorge Alonso Suils vom Analysehaus Bernstein bekräftigte am 25. September seine Kaufempfehlung für die Aktie und beließ das Kursziel bei 1.310 GBX.

Zunehmender Marktdruck im britischen Heimatmarkt

Im Heimatmarkt zeichnen sich dagegen neue Rahmenbedingungen ab. Die britische Regierung plant ein öffentlich geführtes Unternehmen namens Great British Grid innerhalb von Great British Energy. Diese Einheit soll gemeinsam mit privatem Kapital in die Stromnetzinfrastruktur investieren und Netzanschlüsse beschleunigen.

Für National Grid Electricity Transmission, den Betreiber des Hauptübertragungsnetzes in England und Wales, entsteht damit zusätzliche Konkurrenz bei künftigen Vorhaben. Britischen Medienberichten zufolge sollen zudem Unternehmen mehr Spielraum erhalten, eigene Netzanschlüsse zu errichten.

Parallel dazu treibt der Konzern die operative Weiterentwicklung des bestehenden Netzes voran. National Grid kündigte Pläne für ein neues Umspannwerk in Aberthaw an, um die Energieinfrastruktur in Südwales auszubauen.

Zusätzliche Anpassungen laufen auf Verteilungsebene. Vor rund zwei Wochen startete National Grid Electricity Distribution eine Flexibilitätsausschreibung für mehr als 800 Zonen.

Das Vorhaben umfasst ein Volumen von über 2,8 TWh mit einem Marktpotenzial von bis zu 4,6 Millionen Pfund. Dabei führte die Sparte erstmals ein lokales Spannungsmanagement ein; Vertragserteilungen sind für Januar 2027 vorgesehen.

Zudem leitet die Verteilnetzsparte eine Innovationsgruppe der Branche, die einen Fahrplan für den dezentralen Systemausgleich ausarbeitet und dessen Charta im Januar vorlegen will.

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