Netflix, Aktie

Netflix Aktie: Deutsche Bank stuft auf Buy hoch

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Deutsche Bank bewertet Netflix nun mit „Buy“; zugleich plant der Konzern den Ausbau seines Werbeabos in Europa.

Redaktionelles Foto eines Börsenhandelsraums mit Tradern an mehreren Monitoren, Candlestick-Charts auf großen Wandbildschirmen und dramatischer Beleuchtung
Netflix US64110L1061 illustriert den NASDAQ-Handelsraum mit Tradern, Monitoren und Aktiencharts im Editorial-Stil Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Bank hat ihre Haltung zu Netflix am Dienstag geändert und die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. Zugleich senkte das Institut sein Kursziel von 100 auf 95 $. Die Analysten begründeten den optimistischen Schritt mit den internationalen Wachstumschancen des Streaminganbieters sowie dem aktuellen Bewertungsniveau nach den jüngsten Kursverlusten.

An den Märkten spiegelte sich der Druck der vergangenen Wochen zuletzt deutlich wider. Am Freitag ging das Papier mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 59,56 Euro aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet der Titel damit einen Rückgang von 17 Prozent. Die Zurückhaltung der Anleger prägte das Handelsgeschehen vor dem anstehenden Quartalstermin.

Expansion des Werbemodells und Quartalstermin

Das Management arbeitet derweil an der Erschließung weiterer Erlösquellen. Wie das Unternehmen ankündigte, soll das werbefinanzierte Abonnementmodell ab dem 1. März 2027 auf neun weitere europäische Märkte ausgeweitet werden.

Zu den betroffenen Ländern zählen unter anderem Österreich, die Schweiz und Belgien. Aufschluss über die aktuelle operative Dynamik dürften die anstehenden Finanzdaten liefern: Netflix wird die Zahlen für das dritte Quartal 2026 am 20. Oktober nach US-Börsenschluss vorlegen.

Zusätzlich gaben Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC Einblick in interne Zuteilungen bei den Führungsgremien. Demnach erhielten Elinor Mertz, Jay C. Hoag sowie Richard N. Barton am Donnerstag jeweils Aktienoptionen.

Juristische Verfahren in den USA

Parallel zu den operativen Schritten sieht sich das Unternehmen mit Rechtsstreitigkeiten in den USA konfrontiert. Am Montag reichten Eltern im Bundesstaat Ohio eine vorgeschlagene Sammelklage ein. Darin werfen die Kläger dem Konzern vor, das Sehverhalten von Kindern zu überwachen und die entsprechenden Daten für Werbezwecke zu nutzen. Netflix wies den Vorwurf als völlig fehlgeleitet zurück und kündigte an, sich gegen die Klage zu verteidigen.

In einer anderen Angelegenheit erzielte der Streamingdienst am selben Tag einen juristischen Erfolg vor einem kalifornischen Bundesgericht. Der zuständige Richter lehnte es ab, einen Patentanwalt von der Zahlung von Anwaltskosten in Höhe von fast 1,4 Millionen $ an Netflix freizustellen. Das Gericht begründete die Entscheidung mit Fehlverhalten in einem Patentverfahren.

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