Netflix, Aktie

Netflix Aktie: Morgan Stanley senkt Kursziel

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 15:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Netflix setzt stĂ€rker auf Werbeerlöse und gĂŒnstigere Inhalte; Morgan Stanley reduziert das Kursziel, hĂ€lt aber an Overweight fest.

Extremes Makrofoto eines professionellen Angelmikrofons am Galgen, scharfes Mesh-Detail, verschwommene Filmcrew und Scheinwerfer im Hintergrund
Netflix US64110L1061 zeigt extremes Makrofoto eines Boom-Mikrofons vor verschwommenem Filmset-Hintergrund mit Bokeh Illustration mit AI erstellt.

Analysten passen ihre Erwartungen an den Streaming-Pionier Netflix kurz vor den anstehenden Quartalszahlen an. Morgan Stanley senkte heute den Zielwert fĂŒr die Aktie von 83 auf 80 US-Dollar, hĂ€lt jedoch an der Einstufung „Overweight“ fest.

Analyst Sean Diffley signalisiert damit trotz der leichten Zielkorrektur weiterhin Zuversicht fĂŒr das Papier, das an der Wall Street zuletzt bei 69,70 Dollar aus dem Handel ging. Im deutschen Handel notiert der Titel heute bei 62,46 Euro und liegt damit 0,3 Prozent im Plus.

WerbegeschÀft soll Erlöse verdoppeln

Hinter der Neubewertung steht der Übergang von rasantem Abonnentenwachstum zu einer stĂ€rkeren Monetarisierung der bestehenden Nutzerschaft. FĂŒr das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Werbeumsatz von rund 3 Milliarden Dollar an. Das entsprĂ€che etwa einer Verdopplung gegenĂŒber dem Vorjahr. In den MĂ€rkten, in denen das werbefinanzierte Abo verfĂŒgbar ist, entfallen bereits mehr als 60 Prozent der Neuanmeldungen auf diese Tarifoption.

Zugleich stĂŒtzt das GeschĂ€ft den Barmittelzufluss. Die wachsende Werbesparte verschafft dem Konzern zusĂ€tzlichen Spielraum, um schwankende ZuwĂ€chse bei den reinen AbonnementgebĂŒhren abzufedern und die eigene ProfitabilitĂ€t abzusichern.

Goldman Sachs sieht Potenzial bis 90 Dollar

Zuversichtlich zeigt sich auch Goldman Sachs. Als zentrale Treiber nennt das Haus neben dem Ausbau des WerbegeschĂ€fts kĂŒnftige Preisanpassungen sowie eine anhaltend hohe Nutzerbindung.

Dem stehen allerdings operative Risiken gegenĂŒber, sollte die Nachfrage nachlassen oder die Produktion neuer Inhalte die Margen belasten.

Strategiewechsel bei den Produktionskosten

Parallel zur Neuausrichtung an der Werbefront zeichnet sich eine verÀnderte Content-Strategie ab.

Statt auf kostspielige Einzelfilme mit hohem Budget richtet der Konzern seinen Fokus zunehmend auf kostengĂŒnstigere Serienformate, Live-Übertragungen und Sportinhalte. Diese Angebote versprechen bei geringerem finanziellem Einsatz ein bestĂ€ndiges Zuschauerinteresse und binden Werbekunden effektiver an die Plattform.

Konkrete AufschlĂŒsse ĂŒber den Erfolg dieses Kurses erwarten Marktteilnehmer am 20. Oktober, wenn Netflix die detaillierten Zahlen fĂŒr das dritte Quartal vorlegt.

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