Netflix Aktie: Stranger-Things-Prequel kommt
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 00:06 Uhr | Redaktion boerse-global.deNetflix erweitert sein erfolgreichstes Franchise. Mit "Other Worlds: A Stranger Things Adventure" kündigt der Streamingdienst eine Prequel-Serie an, die 2028 starten soll. Die Nachricht kommt zu einer Zeit, in der die Aktie unter Druck steht.
Zurück in die 1950er
Die neue Reihe spielt vor der Original-Serie, die von 2016 bis 2025 über fünf Staffeln lief. Ein kurzer Teaser zeigt eine Explosion über Nevada, eingeblendet wird das Datum 19. April 1955. Mehr Details hält Netflix zurück, das Casting steht noch aus.
Die Duffer-Brüder sind als Co-Schöpfer und ausführende Produzenten dabei. Kate Trefry übernimmt als Showrunnerin und Autorin. Sie schrieb bereits das Theaterstück "Stranger Things: The First Shadow", das ebenfalls vor der Original-Handlung spielt. Regisseur Joe Wright soll die ersten drei Folgen inszenieren.
"Es ist Stranger Things, aber gleichzeitig herrlich neu", erklärten die Duffers. Es werde neue Schauplätze, Heldenfiguren und Bösewichte geben.
Aktie unter Druck, Insider verkaufen
Die Papiere notieren bei knapp 66 Dollar und haben binnen eines Jahres rund 40 Prozent verloren. Die Zahlen zum dritten Quartal trafen die Erwartungen beim Umsatz von 12,87 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis übertraf sie mit 4,46 Milliarden Dollar.
Belastet hat der Ausblick. Die Prognose für das vierte Quartal fiel schwächer aus, zudem senkte Netflix die erwarteten Werbeerlöse 2026 auf 2,7 Milliarden Dollar, zuvor waren es 3,0 Milliarden.
Die Analysten reagierten unterschiedlich:
- UBS senkte das Kursziel auf 100 Dollar (zuvor 115) und blieb bei "Buy".
- Piper Sandler reduzierte auf 78 Dollar (zuvor 85) und sprach von einem Neustart bei den Werbeerwartungen.
- BMO bestätigte "Outperform" mit 125 Dollar Kursziel.
- TD Cowen blieb bei "Buy" mit 100 Dollar und verwies auf anziehendes Umsatzwachstum in den USA und Kanada.
Parallel dazu meldeten Insider Verkäufe. Co-CEO Ted Sarandos veräußerte am 4. November 27.312 Aktien für rund 1,8 Millionen Dollar. Finanzchef Spencer Neumann verkaufte 9.253 Anteile für etwa 612.000 Dollar. Beide Transaktionen folgten auf das Vesting von Restricted Stock Units am 3. November, ein Teil der Papiere ging zudem für Steuerabgaben ab.
Der Verkauf nach Aktienzuteilungen ist üblich und sagt für sich wenig über die Einschätzung des Managements. Die Spanne der Kursziele zwischen 78 und 125 Dollar zeigt, wie uneins der Markt über die Werbesparte ist. Die Stranger-Things-Fortsetzung stützt dagegen das Kerngeschäft mit Abonnements, ihr Effekt dürfte aber erst ab 2028 greifen.
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