Nike, Aktie

Nike Aktie: Neue Coverage mit 30 Dollar Kursziel

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 11:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BMO Capital erwartet bei Nike schwache Nachfrage und niedrigere Margen. Der Quartalsbericht am 1. Oktober könnte die Prognose beeinflussen.

Fotorealistische Laufschuhe auf Tartanbahn im goldenen Morgenlicht, Sportartikel
Nike Inc US6541061031 zeigt generische Laufschuhe auf einer roten Tartanbahn im goldenen Morgenlicht Illustration mit AI erstellt.

BMO Capital startet die Beobachtung von Nike gleich mit einem harten Urteil: "Underperform" und ein Kursziel von 30 Dollar. Zum Vergleich: Die Aktie notiert aktuell bei rund 38 Dollar, nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Binnen eines Jahres hat das Papier fast die HĂ€lfte seines Wertes verloren.

Die Analysten sehen fĂŒr CEO Elliott Hill einen langen und steinigen Weg zurĂŒck zur alten StĂ€rke. BMO Capital rechnet mit schwĂ€chelnder Nachfrage im Lifestyle-Segment, einem laufenden Umbau der Vertriebsstruktur in China und dauerhaft niedrigeren Margen.

Nach dieser EinschĂ€tzung wird ein vollstĂ€ndig erholter Gewinn je Aktie von etwa drei Dollar erst im GeschĂ€ftsjahr 2031 erreicht – ein Zeithorizont, der die aktuelle Bewertung des Konzerns unter Druck setzt.

Neue Prognosen zur Q1-Berichtssaison erwartet

Konkret rechnet BMO Capital damit, dass das Management die Erwartungen fĂŒrs GeschĂ€ftsjahr 2027 zurechtstutzt, sobald am 1. Oktober die Zahlen zum ersten Quartal 2027 vorgelegt werden. Eine solche Anpassung der Guidance dĂŒrfte den ohnehin schon gesunkenen Bewertungsaufschlag der Aktie weiter schmĂ€lern.

Andere HĂ€user bleiben zurĂŒckhaltender: RBC Capital bestĂ€tigte nach GesprĂ€chen mit dem Management ein "Sector Perform", Stifel ein "Hold" – beide verweisen auf gemischte Signale zwischen Chancen und operativen Baustellen.

Nike bleibt trotz der Talfahrt die grĂ¶ĂŸte und wichtigste Marke im Athletic-Segment, wie BMO Capital selbst einrĂ€umt. Die Dividende wurde bereits 24 Jahre in Folge angehoben, aktuell liegt die Rendite bei ĂŒber 4 Prozent.

AktionÀre lehnen Klima-Transparenz ab

Auf der Hauptversammlung sorgte unterdessen ein anderes Thema fĂŒr Aufmerksamkeit. AktionĂ€re stimmten gegen einen Vorschlag, der mehr Transparenz zu Nikes Klimazielen gefordert hĂ€tte – eingebracht von Green Century Capital Management und unterstĂŒtzt vom norwegischen Staatsfonds, immerhin elftgrĂ¶ĂŸter Nike-AktionĂ€r.

Nike hatte 2019 selbst angekĂŒndigt, die Emissionen in der eigenen Produktion um 65 Prozent und in der Lieferkette um 30 Prozent bis 2030 senken zu wollen; laut Unternehmensangaben sanken die Lieferketten-Emissionen bislang um 11 Prozent gegenĂŒber dem Ausgangswert von 2015.

Gebilligt wurde dagegen die VergĂŒtung von CEO Hill, die sich im GeschĂ€ftsjahr 2026 auf mehr als 36 Millionen Dollar summierte – gegen den Widerstand des norwegischen Staatsfonds und der Stimmrechtsberater Glass Lewis und ISS.

Der nĂ€chste grĂ¶ĂŸere Termin fĂŒr Anleger ist der Investorentag am 17. November. Bis dahin dĂŒrfte vor allem der Quartalsbericht am 1. Oktober die Richtung vorgeben – insbesondere, ob die von BMO Capital erwartete Guidance-Korrektur tatsĂ€chlich eintritt.

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