Nomura: Nettogewinn springt 39 Prozent auf 145,6 Mrd. Yen
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 04:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das japanische Finanzinstitut Nomura Holdings hat gestern starke Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vorgelegt. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 145,6 Milliarden Yen. Getragen wurde dieses Wachstum von einer hohen Dynamik in allen Geschäftsbereichen, insbesondere im Wealth Management und im Wholesale-Segment. Der Nettoumsatz kletterte im gleichen Zeitraum um 31 Prozent auf 686,7 Milliarden Yen.
Rekordwerte im Investmentbanking und Wealth Management
Besonders das Segment Wealth Management erwies sich als Ertragssäule. Der Vorsteuergewinn in diesem Bereich sprang um 83 Prozent auf 71,1 Milliarden Yen nach oben. Nomura erzielte hier zudem einen neuen Rekord bei den wiederkehrenden Erträgen. Die Zuflüsse in Aktienvermögen erreichten mit 539,6 Milliarden Yen einen Höchstwert, was das Vertrauen der Kunden in die aktuelle Marktstrategie unterstreicht.
Im Wholesale-Geschäft, das den Handel und das Investmentbanking bündelt, konnte das Institut ebenfalls deutlich zulegen. Die Erträge im Investmentbanking erreichten mit 50,4 Milliarden Yen ein neues Rekordniveau für ein Auftaktquartal. Der Vorsteuergewinn des gesamten Wholesale-Segments markierte mit 93,3 Milliarden Yen einen historischen Höchstwert. Vor allem das Aktiengeschäft profitierte laut Medienberichten vom anhaltenden Interesse an Themen wie Künstlicher Intelligenz und Halbleitern.
Profitabilität erreicht Mehrjahreshoch
Die Profitabilität der Bank hat sich spürbar verbessert. Die Eigenkapitalrendite (ROE) lag im Berichtsquartal bei 15,4 Prozent, was den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2020 darstellt. Nomura nähert sich damit deutlich seinem langfristigen Ziel einer Rendite zwischen 10 und 12 Prozent an. Das verwaltete Vermögen im Bereich Investment Management stieg parallel dazu auf einen Allzeit-Höchststand von 156,4 Billionen Yen.
CFO Hiroyuki Moriuchi betonte die positiven Aussichten für das laufende Geschäftsjahr. Trotz eines volatileren Marktumfelds sei die Pipeline für Finanzierungsgeschäfte und Unternehmensaktivitäten gewachsen. Moriuchi sieht das Institut als Profiteur der aktuellen wirtschaftlichen Transformation Japans, die durch das Ende der langjährigen Deflation geprägt sei. Dies begünstige die Investitionsbereitschaft sowohl institutioneller als auch privater Anleger.
Marktbeobachter von Dynamik überrascht
An der Börse wurde die Veröffentlichung der Ergebnisse mit Kurszuwächsen quittiert. Die Aktie schloss im Mittwochshandel bei 8,45 Euro, was einem leichten Plus von 0,19 Prozent entspricht. Damit setzt das Papier seinen positiven Trend fort und weist seit Jahresbeginn eine Wertsteigerung von 19,01 Prozent auf.
Analysten von Bloomberg hatten im Vorfeld mit einem deutlich niedrigeren Nettogewinn von 111,5 Milliarden Yen gerechnet. Die gemeldeten Zahlen übertrafen diese Konsensschätzung somit signifikant. Zur Unterstützung des Aktienkurses trug auch ein Aktienrückkaufprogramm bei, im Zuge dessen Nomura im ersten Quartal bereits Papiere im Wert von 18,5 Milliarden Yen erwarb. Eine konkrete Prognose für das gesamte Geschäftsjahr gab die Konzernführung wie üblich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
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