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Nordex Aktie: Markteintritt in Neuseeland mit Servicebindung

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 06:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bredenbek und Puke Kapo Hau verbinden Windkraftanlagen mit langfristiger Betreuung; Nordex hob zudem die Jahresprognose für die Marge an.
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Nordex verknüpft neue Anlagenaufträge in Deutschland und Neuseeland mit langfristigen Servicevereinbarungen. Die am Dienstag gemeldete Bestellung von DenkerWulf für den Windpark Bredenbek setzt dieses Muster fort.

Für Anleger geht es damit nicht allein um zusätzliche Windkraftanlagen: Beide Bestellungen umfassen auch die Betreuung der Anlagen über lange Vertragszeiträume. Der jüngste Auftrag ergänzt dabei den zuvor gemeldeten Eintritt in einen neuen Markt.

Bredenbek ergänzt den internationalen Auftrag

DenkerWulf bestellte für Bredenbek in Schleswig-Holstein neun Anlagen des Typs N149/5.X. Die Gesamtleistung beträgt 51,3 MW. Damit betrifft die jüngste Nachricht ein konkretes deutsches Windparkprojekt und nicht lediglich eine allgemeine Ausbauabsicht.

Zum Auftrag gehört außerdem Premium Service über 20 Jahre. Anlagenlieferung und langfristige Betreuung sind somit Bestandteile derselben Bestellung. Die Laufzeit des Servicevertrags ist neben dem Umfang des Windparks ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung.

Für die Einordnung lohnt sich der Blick auf die zuvor gemeldete Bestellung aus Neuseeland. Auch dort verbindet Nordex das Anlagengeschäft mit einer langfristigen Servicevereinbarung. Der Auftrag hat darüber hinaus eine geografische Bedeutung.

Neuseeland bringt einen neuen Markt

Am 22. Oktober wurde die Bestellung von Mercury für den Windpark Puke Kapo Hau gemeldet. Sie umfasst 40 Anlagen des Typs N133/4.8 mit insgesamt 192 MW.

Dieser Auftrag markiert den Eintritt von Nordex in den neuseeländischen Markt. Anders als bei Bredenbek steht damit neben dem einzelnen Windpark auch die Erschließung eines weiteren Absatzmarktes im Mittelpunkt.

Mercury vereinbarte zudem einen Servicevertrag über 30 Jahre. Die beiden Aufträge unterscheiden sich folglich in Standort, Anlagenumfang und Vertragslaufzeit. Gemeinsam ist ihnen die Verbindung aus Turbinenbestellung und langjähriger Betreuung.

Verbesserte Profitabilität als Hintergrund

Die Bestellungen treffen auf eine zuvor angehobene Ergebniserwartung. Vor rund zwei Wochen meldete Nordex für das dritte Quartal 2026 vorläufig einen Umsatz von 2.187 Mio. Euro und ein EBITDA von 278 Mio. Euro.

Die dazu ausgewiesene EBITDA-Marge betrug 12,7 %. Zugleich erhöhte Nordex die Margenprognose für das Gesamtjahr 2026 von 8,0–11,0 % auf 11,5–12,5 %.

Die Auftragsmeldungen und die Ergebnisentwicklung liefern damit unterschiedliche Anhaltspunkte: Bredenbek und Puke Kapo Hau stehen für konkrete Projekte samt Servicebindung. Die angehobene Prognose beschreibt dagegen die erwartete Profitabilität des Gesamtunternehmens. Aus den langen Vertragslaufzeiten allein lässt sich kein entsprechender Ergebnisbeitrag der einzelnen Projekte ableiten.

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