Nordex, Vorstand

Nordex: Vorstand kauft eigene Aktien

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 21:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nordex-Vorstand erwirbt eigene Aktien, während der Konzern Großaufträge in Europa, der Türkei und den USA vermeldet. Die Quartalszahlen zeigen ein deutliches Gewinnwachstum.

Nordex: Vorstand kauft Aktien – Milliardenaufträge und starke Quartalszahlen
Abstrakte Darstellung einer Windkraftanlage bei Sonnenaufgang als Symbol für Investitionen in erneuerbare Energien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Windkraftanlagenbauer Nordex erfährt unmittelbar aus der eigenen Führungsebene eine Bestätigung der aktuellen Strategie. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag per Pflichtmitteilung bekannt gab, hat Vorstandsmitglied Ilya Hartmann am Mittwoch eigene Aktien des Konzerns erworben.

Die Veröffentlichung dieser Directors’-Dealings-Meldung fällt in eine Phase, in der das Hamburger Unternehmen eine bemerkenswerte Serie an neuen Großaufträgen aus verschiedenen Weltregionen vorweisen kann.

Obwohl das Papier am heutigen Handelstag einen Rücksetzer von 1,6 Prozent auf 39,20 Euro verzeichnet, bleibt der langfristige Trend stabil. Die Aktie notiert derzeit rund 3,9 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was die positive Grundstimmung der vergangenen Monate unterstreicht. Der Zukauf durch den Vorstand wird am Markt häufig als Signal für eine interne positive Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung gewertet.

Auftragsserie in Europa und Übersee

Flankiert wird der Insiderkauf durch eine hohe operative Dynamik. Erst am gestrigen Donnerstag vermeldete Nordex den Erhalt von Aufträgen der EFG Energy Farming Group. Dabei geht es um ein Volumen von insgesamt 82 Megawatt für mehrere Bürgerwindprojekte im Bundesland Niedersachsen.

Die Vereinbarung sieht die Lieferung von zwölf Windturbinen vor, wobei die entsprechenden Infrastrukturarbeiten für Ende 2026 geplant sind. Teil des Pakets ist zudem ein Premium-Service-Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

Bereits in der vergangenen Woche konnte der Turbinenhersteller einen massiven Erfolg im türkischen Markt verbuchen. Die Türkerler Holding orderte Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 525 Megawatt für das Windprojekt YEKA-5-R25-Sivas.

Dieser Großauftrag umfasst 72 Turbinen des Typs N175/6.X. Auch hier sicherten sich die Hamburger die langfristige Wartung durch einen zehnjährigen Servicevertrag, der eine Option auf eine Verlängerung um bis zu 25 Jahre beinhaltet.

Zusätzlich gelang dem Unternehmen Anfang August ein bedeutender Schritt auf dem US-Markt. Dort wurden drei neue Verträge unterzeichnet, die zusammen eine Leistung von mehr als 480 Megawatt abdecken. Diese Aufträge beinhalten die Lieferung von 81 Anlagen des Typs N163/5.X, wobei die Identität der Kunden und die genauen Standorte der Projekte nicht offengelegt wurden.

Fundamentale Stärke durch Quartalsergebnisse

Die operative Schlagzahl spiegelt sich auch in den jüngsten Finanzdaten wider. Medienberichten zufolge verzeichnete Nordex im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Profitabilität: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 224 Millionen Euro, was einer Marge von 10,3 Prozent entspricht. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn in Höhe von 111,5 Millionen Euro sowie ein Free Cash Flow von 165 Millionen Euro.

Auf Basis dieser Ergebnisse bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr. Anleger quittierten die Entwicklung in den vergangenen Monaten mit deutlichen Kursgewinnen; seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von 35 Prozent.

Die Kombination aus einer gut gefüllten Projektpipeline und einer verbesserten Margenstruktur scheint das Unternehmen nach einer Phase der Restrukturierung nun auf einen nachhaltigen Wachstumskurs geführt zu haben. Die jüngste Investition des Vorstands setzt in diesem Kontext einen weiteren Akzent für die interne Erwartungshaltung.

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