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Novo Nordisk Aktie: FREHEMGO-Zulassung für Hämophilie A

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 04:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Novo Nordisk plant FREHEMGO-Starts in Europa ab dem vierten Quartal 2026 und begegnet zugleich wachsendem Druck im Abnehmgeschäft.

Flatlay mit Spritze, Teststreifen, Notizbuch und Apfel auf weißem Untergrund
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): Flatlay mit Spritze, Blutzucker-Teststreifen, Notizbuch und Apfel auf Weiß Illustration mit AI erstellt.

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk treibt den Ausbau seines Geschäfts jenseits des umkämpften Adipositas-Marktes voran. Das Präparat FREHEMGO (denecimig) ist zur Behandlung von Hämophilie A mit oder ohne Inhibitoren bei Erwachsenen und Kindern vorgesehen.

FREHEMGO ist das erste FVIIIa-Mimetikum, das eine Prophylaxe in Intervallen von einmal monatlich, einmal alle zwei Wochen sowie einmal wöchentlich in einem vorgefüllten Einweg-Pen ermöglicht.

Novo Nordisk plant den Marktstart in ersten europäischen Ländern im vierten Quartal 2026. Eine breite Markteinführung innerhalb der Europäischen Union soll Anfang 2027 folgen. Zudem reichte der Konzern bereits im September 2025 einen Zulassungsantrag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA ein.

Gegenwind im Kerngeschäft belastet Aktienkurs

Der Vorstoß in spezialisierte Therapiegebiete erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen im Hauptgeschäftsfeld der Gewichtsreduktion. Die Aktie von Novo Nordisk verzeichnete gestern im Handel einen Rückgang von 7,4 Prozent und ging bei 34,83 Euro aus dem Handel. Im 12-Monats-Vergleich beläuft sich das Minus der Aktie auf 32 Prozent.

Investoren und Analysten äußerten Zweifel an der langfristigen Preismacht des Unternehmens im Vorfeld anstehender Patentabläufe für Semaglutid.

Zukünftige Fusionen und Übernahmen sind in dieser Zielgröße nicht enthalten.

Wachsender Wettbewerb und Sparmaßnahmen

Der Druck auf die künftigen Margen nimmt spürbar zu. Markus Manns, Portfoliomanager bei Union Investment, erklärte gegenüber Reuters, das Umsatzziel für 2030 mit der Prognose lediglich stabiler Margen sei angesichts der Herausforderungen verständlich, aber verhalten. Novo Nordisk stehe vor Belastungen durch Biosimilars in Kanada, Brasilien und China sowie vor schärferer Konkurrenz ab dem Jahr 2028 durch Wettbewerber wie Amgen und Pfizer.

Novo Nordisk reagiert mit Kostensenkungen auf das veränderte Marktumfeld.

Zugleich baut der Konzern das Portfolio oraler Medikamente aus und will noch vor Jahresende mindestens fünf Wirkstoffe in Tablettenform in die klinische Prüfung bringen. Die Zulassungserfolge wie bei FREHEMGO verdeutlichen, dass der Konzern seine Erlösbasis mittelfristig breiter aufstellen muss, um den zunehmenden Margendruck bei Abnehmmitteln auszugleichen.

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