NTT Aktie: Rekordumsatz, schwÀcherer Gewinn
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 07:24 Uhr | Redaktion boerse-global.deNTT hat im zweiten GeschĂ€ftsquartal so viel umgesetzt wie nie zuvor in einem zweiten Quartal. Beim Gewinn sieht es anders aus: Ein Sondereffekt aus dem Vorjahr drĂŒckt die Zahlen. Trotz angehobener Jahresprognose reagierte die Aktie mit deutlichen AbschlĂ€gen.
Umsatz wÀchst, Gewinn schrumpft
Der operative Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 8,7 Prozent auf 7,36 Billionen Yen. Treiber waren NTT Data und das Smart-Life-GeschĂ€ft von Docomo, auĂerdem half der Wechselkurs mit rund 137 Milliarden Yen.
Beim Ergebnis ging es abwÀrts. Der operative Gewinn sank um gut 12 Prozent auf 830,1 Milliarden Yen, der Nettogewinn um 16 Prozent auf 500,2 Milliarden Yen.
Das Management verweist auf eine schwierige Vergleichsbasis. Im Vorjahr hatte der Konzern einen Einmalgewinn von rund 130 Milliarden Yen aus der ĂberfĂŒhrung eines Rechenzentrums in eine REIT-Struktur verbucht. Ohne diesen Effekt, so Konzernchef Akira Shimada, sei der Gewinn gestiegen und der Verlauf im Plan.
Prognose angehoben, Investitionen steigen
FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr bis MĂ€rz 2027 erhöht NTT die Ziele fĂŒr Umsatz, EBITDA und operativen Gewinn um je 20 Milliarden Yen. Der Nettogewinn soll um 14 Milliarden Yen höher ausfallen, auf 994 Milliarden Yen. Die Anhebung stĂŒtzt sich auf starke Docomo-VerkĂ€ufe und die fĂŒr Dezember geplante Preisanpassung im Mobilfunk.
Zugleich steigt das Investitionsbudget um 43 Milliarden Yen auf 2,473 Billionen Yen. Das Geld flieĂt in die NetzqualitĂ€t, weil der Datenverkehr wĂ€chst. Marktbeobachter dĂŒrften darin einen Grund fĂŒr die zurĂŒckhaltende Reaktion sehen: Mehr Investitionen belasten kurzfristig den Cashflow.
Die Aktie des Unternehmens verlor an der US-Börse zuletzt rund 5,6 Prozent auf etwa 164,70 Dollar.
Cyberangriffe und KI-Nachfrage
Auf der Pressekonferenz stand die Sicherheitslage im Mittelpunkt. Im Oktober registrierte NTT siebenmal so viele Angriffe auf Kommunikationsdienste wie ein Jahr zuvor. In den vergangenen zwei Monaten kam es konzernweit und bei Dienstleistern zu zwölf FĂ€llen von KundendatenabflĂŒssen. Kernnetze und kritische Infrastruktur blieben nach Unternehmensangaben ohne gröĂere BeeintrĂ€chtigung.
Das RechenzentrumsgeschĂ€ft liefert dagegen RĂŒckenwind. Die KapazitĂ€t liegt bei rund 2 Gigawatt und soll bis 2030 auf 4 Gigawatt wachsen. Die Nachfrage von Hyperscalern sehe das Management mindestens bis 2028 und 2029 ungebrochen. FĂŒr KI-gestĂŒtzte Cybersicherheitsdienste gingen bereits mehr als 100 Anfragen ein.
AktionĂ€re bekommen im November eine Zwischendividende von 2,7 Yen je Aktie. Das laufende RĂŒckkaufprogramm ĂŒber bis zu 200 Milliarden Yen ist nach Unternehmensangaben zur HĂ€lfte abgeschlossen und lĂ€uft bis MĂ€rz 2027. Die Photonik-Chips der zweiten Generation (PEC-2) sollen im vierten Quartal des GeschĂ€ftsjahres starten. Ab Januar 2027 tritt NTT zudem als Partner des McLaren-Formel-1-Teams auf.
NTT-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue NTT-Analyse vom 4. November liefert die Antwort:
Die neusten NTT-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr NTT-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
NTT: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
