Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Beteiligungen in Deutschland

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 14:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Beteiligungen ergÀnzen Nvidias Europa-Zusage; ein mögliches 45-Milliarden-Dollar-GeschÀft von Nscale ist noch unbestÀtigt.
Nvidia US67066G1040 KI-Abstraktion als geometrisches Bauhaus-Poster in leuchtenden PrimÀrfarben mit abstrakten Schaltkreiselementen Illustration mit AI erstellt.

Jensen Huang setzt in Berlin ein Zeichen: Nvidia steigt bei vier deutschen Start-ups ein. BetrĂ€ge nennt der Konzern nicht. Wichtiger fĂŒr die Aktie ist die Nachfrage, die solche Engagements anstoßen sollen.

Vier Start-ups, ein Pakt mit Berlin

Auf dem Invest in Germany Summit kĂŒndigte Huang Beteiligungen an Agile Robots, Avelios Medical, Mirelo und Reflex Aerospace an. Die Firmen decken ein breites Feld ab: KI-Roboter bis hin zum Humanoiden, Krankenhaussoftware mit integrierter KI, Modelle zur automatischen Vertonung von Videos und Satelliten, auch fĂŒr Behörden und MilitĂ€r.

Die Investments gehören zu einer Zusage von knapp zehn Milliarden Dollar fĂŒr Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Europa. Am selben Tag unterzeichneten Kanzler Friedrich Merz, das Wirtschafts- und das Forschungsministerium eine AbsichtserklĂ€rung mit Nvidia.

Im Zentrum steht industrielle KI, etwa fĂŒr Roboter und Produktionsanlagen. Merz forderte besonders den Mittelstand auf, seine Daten fĂŒr KI zu öffnen. Huang betonte, KI erweitere die StĂ€rken der deutschen Industrie, statt sie zu ersetzen.

Siemens lieferte ein Anwendungsbeispiel: Ein vollstÀndig virtueller Produktionsanlauf soll den Engineering-Aufwand um bis zu 85 Prozent senken.

Quantenrekord aus JĂŒlich

Parallel meldete Nvidia einen technischen Erfolg. Auf dem Supercomputer JUPITER am Forschungszentrum JĂŒlich simulierten Forscher mit GH200-Prozessoren einen fehlertoleranten Quantencomputer mit 104 Qubits. Nach Unternehmensangaben ist das ein Rekord. Der Ansatz benötigte rund 90 Prozent weniger physische Qubits als bisherige Verfahren.

RĂŒckenwind aus dem RechenzentrumsgeschĂ€ft

Auch am Infrastrukturmarkt tut sich etwas. Der von Nvidia unterstĂŒtzte Betreiber Nscale verhandelt mit Anthropic ĂŒber ein weiteres GeschĂ€ft im Volumen von 45 Milliarden Dollar. Geplant ist ein zweites GebĂ€ude am Monarch-Campus in West Virginia, ausgestattet mit Chips der Vera-Rubin-Generation. BestĂ€tigt ist der Deal bislang nicht.

AbsichtserklĂ€rungen sind noch keine AuftrĂ€ge. Ob der Mittelstand tatsĂ€chlich investiert, hĂ€ngt von Strompreisen, Kosten und Fördergeld ab. Kunden außerhalb der großen Cloud-Konzerne legten zuletzt allerdings deutlich stĂ€rker zu als die Hyperscaler.

Chartlage vor der Keynote

Die Aktie schloss am Montag bei 217,09 Dollar und damit knapp unter der 50-Tage-Linie bei 222,94 Dollar, dem ersten Widerstand. DarĂŒber liegt das 52-Wochen-Hoch bei 243,37 Dollar.

UnterstĂŒtzung bieten die Trendlinie seit April bei rund 209 Dollar und das Augusttief bei 207,25 Dollar. FĂ€llt der Kurs darunter, wĂ€re der AufwĂ€rtstrend gebrochen.

Neue Impulse kann Huangs Keynote auf der GTC Berlin liefern. Sie beginnt am Mittwoch um 11 Uhr.

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