O'Reilly Automotive Aktie: Chairman verkauft Aktien
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 07:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deHenslee, Chairman von O'Reilly Automotive, hat diese Woche Aktien im Wert von rund 12,7 Millionen Dollar verkauft. Der Verkauf folgte unmittelbar auf die Ausübung von Aktienoptionen und fällt in die Tage nach den Quartalszahlen.
Optionen ausgeübt, Aktien verkauft
Am 4. November übte Gregory Henslee nichtqualifizierte Mitarbeiteroptionen aus und veräußerte im Gegenzug 138.705 Aktien zu je 91,75 Dollar. Der Ausübungspreis der Optionen lag bei 17,12 Dollar, die Papiere liefen am 2. Februar 2027 aus. Der Schritt wirkt damit wie die Nutzung einer ohnehin auslaufenden Option.
Henslee bleibt dem Konzern verbunden. Direkt hält er nach den Transaktionen 241.950 Aktien, indirekt kommen 191.604 Anteile hinzu, überwiegend über einen Treuhandfonds (GRAT) und den 401k-Plan des Unternehmens.
Auch Direktorin Maria Sastre trennte sich am selben Tag von Papieren. Sie verkaufte 1.200 Aktien zu 91,72 Dollar, ein Volumen von gut 110.000 Dollar. Sie besitzt weiterhin 13.770 Aktien.
Starke Zahlen, verhaltene Reaktion
Operativ läuft es bei der Autoteilekette rund. Im dritten Quartal lag der verwässerte Gewinn je Aktie bei 0,97 Dollar, erwartet worden waren 0,93 Dollar. Der Umsatz erreichte 5,12 Milliarden Dollar und übertraf die Prognose von 5,01 Milliarden. Die Erlöse in vergleichbaren Filialen stiegen um 7,2 Prozent, getragen von Profi- und Heimwerkergeschäft.
Die Aktie reagierte dennoch zurückhaltend. Anleger prüften Margendetails und den Ausblick. Zuletzt schloss das Papier bei 89,89 Dollar, ein Tagesminus von 1,75 Prozent, nachbörslich waren es 90,10 Dollar. Der Börsenwert liegt bei rund 73,6 Milliarden Dollar.
Der Branchenvergleich fällt zugunsten von O'Reilly aus. Konkurrent Advance Auto Parts verzeichnete im selben Quartal einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze von 1,2 Prozent. Nach Berechnung von Evercore ISI liegt das Wachstum von O'Reilly damit rund 800 Basispunkte darüber.
Einordnung
Insiderverkäufe nach Optionsausübungen sind häufig steuerlich oder planerisch motiviert und sagen für sich wenig über die Geschäftsaussichten. Marktbeobachter dürften sie dennoch registrieren, zumal das Management parallel eigene Aktien in großem Stil zurückkauft.
Der Verkaufspreis von knapp 92 Dollar liegt leicht über dem aktuellen Kurs. Bewertungsmodelle stufen die Aktie derzeit als teuer ein, was die Reaktion auf die guten Zahlen mit erklären könnte.
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