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Oracle Aktie: Jupiter-Zahlungsaufschub an Termin geknüpft

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 08:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Oracle erweitert seine Cloud-Angebote, während Berichte zu einem Rechenzentrumsvorhaben Zweifel an der Finanzierung großer KI-Projekte schüren.

Moderner Rechenzentrums-Serverraum mit langen Reihen beleuchteter Serverschränke
Oracle Corporation US68389X1054 zeigt einen modernen, realistisch fotografierten Rechenzentrums-Serverraum mit beleuchteten Serverschränken und Kabeln Illustration mit AI erstellt.

Die Debatte um die enormen Kosten und Risiken beim Aufbau von Künstlicher Intelligenz erreicht die Infrastrukturprojekte von Oracle. Am Donnerstag sorgten Berichte über rechtliche Schritte bei einem zentralen Großprojekt für Verunsicherung unter Anlegern und Finanzierungspartnern.

Gleichzeitig treibt der Softwarekonzern die Verzahnung seiner Datenbankdienste mit anderen Cloud-Plattformen voran. Im Handel am Freitag schloss die Oracle-Aktie mit einem Minus von 1,9 % bei 120,26 Euro.

Unruhe um Finanzierung von KI-Großprojekten

Auslöser der jüngsten Unruhe ist eine Mitteilung über höhere Gewalt, die Oracle an STACK Infrastructure übermittelt hat. Das Unternehmen ist eine Einheit von Blue Owl Capital und entwickelt im US-Bundesstaat New Mexico den Rechenzentrumscampus „Project Jupiter“, der für OpenAI vorgesehen ist. Mit dem Schritt strebt Oracle einen Zahlungsaufschub an, sollte der geplante Eröffnungstermin im Jahr 2028 verfehlt werden.

Während Oracle versicherte, das Vorhaben liege weiterhin im Zeitplan, betonte Blue Owl, dass das Schreiben die finanziellen Verpflichtungen der Vertragsparteien nicht verändere.

Laut Reuters weckte das Vorgehen dennoch Zweifel bei Bankern und Investoren hinsichtlich der finanziellen Tragfähigkeit und möglicher Risiken bei groß angelegten KI-Bauvorhaben. Im Zuge der Berichte gaben die Anteilsscheine von Oracle am Markt zeitweise um 3,5 % nach. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust des Papiers auf 28 %.

Weiterer Ausbau der Cloud-Partnerschaften

Trotz der Unwägbarkeiten bei künftigen Großbauten treibt das Management das operative Cloud-Geschäft weiter voran. Gestern meldete der Konzern funktionale Erweiterungen seiner Multicloud-Angebote. So ist die Oracle AI Database auf der Google Cloud nun am Standort Turin verfügbar. Parallel dazu wurde für den Dienst auf Amazon Web Services eine zusätzliche Zone im Norden des US-Bundesstaats Virginia in Betrieb genommen.

Bereits am Donnerstag hatte Oracle zudem eine Kooperation mit Wild Bioscience vereinbart. Das Biotech-Unternehmen will Cloud- und IoT-Dienste des Konzerns für KI-gestützte Feldforschung nutzen, um die Widerstandsfähigkeit von Nutzpflanzen und die CO2-Bindung zu verbessern.

Am Mittwoch wiederum stellte Oracle funktionale Erweiterungen seines Digital Assets Data Nexus vor, darunter Kontrollfunktionen für Smart Contracts sowie eine Anbindung an das Swift Ledger für Bankkunden. Für Anleger bleibt jedoch die Umsetzung und termingerechte Finanzierung der langfristigen Rechenzentrumskapazitäten der dominierende Risikofaktor.

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