Oracle Aktie: Project Jupiter bleibt im Zeitplan
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 03:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nachlassende Sorgen um die Umsatzentwicklung von OpenAI haben Oracle am Freitag Auftrieb gegeben. Die Aktie legte um 4,7% zu. Medienberichten zufolge stützte außerdem Oracles Bestätigung des Zeitplans für das Rechenzentrumsprojekt Project Jupiter die Erholung. Damit standen sowohl das Umfeld der KI-Investitionen als auch die Umsetzung eines konkreten Oracle-Projekts im Mittelpunkt.
Die Entspannung bedeutet allerdings keine neue Umsatzmeldung von Oracle. Entscheidend war vielmehr, dass die zuvor belastende Diskussion über OpenAI weniger schwer auf der Aktie lastete. Bei Project Jupiter kam eine eigene Aussage des Unternehmens hinzu.
OpenAI-Sorgen verlieren an Gewicht
Zuvor war eine Größenordnung von 68 Milliarden $ im Umlauf gewesen. CNBC brachte die Mitteilung mit Druck auf Oracle und weitere KI-bezogene Aktien in Verbindung.
Dabei handelt es sich um einen annualisierten Umsatzwert von OpenAI, nicht um einen ausgewiesenen Jahresumsatz von Oracle. Diese Unterscheidung ist für Anleger wesentlich: Die Nachricht betrifft das KI-Umfeld und dessen Erwartungen, während Oracles eigene Projektfortschritte gesondert zu beurteilen sind.
Am Freitag erklärte Oracle, der Campus in New Mexico liege weiterhin im vorgesehenen Zeitplan. Diese Aussage adressiert die Umsetzung von Project Jupiter. Sie ist weder eine Fertigstellungsmeldung noch eine neue Ergebnisprognose, liefert aber eine konkrete Bestätigung zum Projektstatus.
Stromvereinbarung mit Genehmigungsvorbehalt
Ein weiterer Baustein der Rechenzentrumsplanung betrifft Project Lighthouse. Am 2. Oktober verpflichtete sich Oracle, einen Teil der Stromproduktion des Kernkraftwerks Point Beach für dieses Rechenzentrum abzunehmen. An der Vereinbarung ist We Energies beteiligt.
Die Stromversorgung ist damit Gegenstand einer konkreten Vereinbarung. Vollständig genehmigt ist das Vorhaben jedoch noch nicht: Der Vorschlag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wisconsin Public Service Commission. Für die Bewertung des Projekts bleibt diese Bedingung entscheidend.
Oracle erwartet durch die Vereinbarung Einsparungen bei den Brennstoffkosten von ungefähr 300 Millionen $ für Versorgungskunden in Wisconsin. Der Betrag beschreibt somit einen erwarteten Kundenvorteil, keinen zugesagten Gewinnbeitrag für Oracle.
Die Kurserholung lässt sich deshalb als Entspannung nach den OpenAI-Sorgen einordnen, gestützt durch eine Bestätigung zu Project Jupiter. Bei Project Lighthouse bleiben erwartete Vorteile und ausstehende Genehmigung klar voneinander zu trennen.
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