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Partners Group Aktie: Londoner Investment Trust wird abgewickelt

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 11:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rücknahmen belasten Partners Group; Jefferies senkte das Kursziel, während ein neues Private-Credit-Angebot Erträge erschließen soll.

Isometrische 3D-Illustration einer modernen Private-Markets-Bürolandschaft. Konferenzraum mit ovalem Tisch, Trading-Desk mit Monitoren, Bibliothek mit Bücherregalen. Navy und Warmgrau, Vogelperspektive. Kein Logo
Partners Group CH0024608827 zeigt isometrische 3D-Illustration des Private-Markets-Büros mit Konferenzraum und Desk Illustration mit AI erstellt.

Die anhaltenden Rücknahmeforderungen bei unnotierten Anlagevehikeln stellen den Schweizer Vermögensverwalter Partners Group vor spürbare strategische Herausforderungen. Bei offenen Fondsstrukturen prallt das gestiegene Liquiditätsbedürfnis der Investoren unmittelbar auf die langfristige Bindung privater Beteiligungen. Das Management reagiert auf diese Marktsituation mit tiefgreifenden Portfolioanpassungen und neu konzipierten Anlageangeboten.

Restrukturierung bei Flaggschiff-Fonds

Vor gut einer Woche leitete das Unternehmen Schritte ein, um auf erhöhte Rücknahmeanträge bei seiner Global Value SICAV zu reagieren. Wie Bloomberg berichtete, soll der Fonds mit einem Nettoinventarwert von 6,6 Milliarden Euro in zwei Teilportfolios unter einer gemeinsamen Umbrella-Struktur aufgeteilt werden.

Während ein Portfolio gezielt durch Verkäufe Liquidität für Auszahlungen schaffen soll, bleibt der andere Teil für langfristige Investitionen ausgerichtet.

Parallel dazu zeigte sich der Verkaufsdruck auch bei börsennotierten Strukturen der Gesellschaft. Bei der Partners Group Private Equity Limited wählten 74,1 Prozent der Anteilseigner eine Liquiditätsoption.

Da zuvor mehr als 40 Prozent der Stammaktien zur Umwandlung angemeldet worden waren, scheiterte die ursprünglich geplante Doppelklassen-Reorganisation. Dies löste schließlich die geordnete Veräußerung des gesamten Portfolios und die Abwicklung des Londoner Investment Trusts aus.

Analysten skeptisch zum Erholungszeitplan

Die Belastungen für das Wachstum der verwalteten Vermögen dämpfen derweil die Erwartungen am Markt. Das Analysehaus Jefferies senkte vor rund zwei Wochen das Kursziel für die Aktie von 710 auf 605 CHF und bestätigte die Einstufung „Hold“.

Der Analyst begründete seine vorsichtigere Haltung mit den Problemen bei Evergreen-Fonds und rechnete kaum vor dem Jahr 2028 mit einer Erholung des verwalteten Vermögens. Medienberichten zufolge geriet die Notiz infolge dieser Skepsis zeitweise deutlich unter Druck.

Zur Erschließung frischer Ertragsquellen lancierte Partners Group eine globale Multi-Sektor-Private-Credit-Income-Strategie als offenes Evergreen-Vehikel für institutionelle und private Anleger.

Angestrebt werden Renditen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich, überwiegend gespeist aus laufenden Erträgen.

An den Finanzmärkten schlug sich die verhaltene Stimmung in den vergangenen Monaten deutlich nieder. Am Freitag schloss das Papier im europäischen Handel bei 640,80 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus der Aktie auf 40 Prozent, was die Marktkapitalisierung des Vermögensverwalters auf 16,46 Milliarden Euro reduziert.

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