Peabody Energy Aktie: Seaborne-Preise stützen Quartal
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:26 Uhr | Redaktion boerse-global.deHöhere Exportpreise für Thermalkohle haben bei Peabody im dritten Quartal vieles aufgefangen, was die Mine Centurion an Problemen verursacht. Der Konzern bleibt zwar im Minus, verringert den Verlust aber deutlich. Vorstand und Kasse senden zudem ein Signal an die Aktionäre.
Verlust schrumpft, Ergebnis stabil
Der Nettoverlust je Aktie lag bei 0,27 Dollar, nach 0,58 Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA betrug 97,5 Millionen Dollar und blieb damit nahezu auf Vorjahresniveau. Alle Segmente schrieben positive Werte.
Der Haupttreiber ist das Geschäft mit seegehandelter Thermalkohle. Der realisierte Exportpreis stieg auf über 100 Dollar je Tonne, das Segment-EBITDA legte gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozent zu. Die Metallurgical-Sparte kehrte mit 5,2 Millionen Dollar in die Gewinnzone zurück, gestützt von besseren Preisen und einem Absatz über Plan.
Schwächer lief der amerikanische Heimatmarkt. Im Powder River Basin blieben die Mengen hinter den Zielen zurück, weil weniger Kohle verbrannt wurde. Das Segment-EBITDA fiel dennoch positiv aus, lag aber klar unter dem Vorjahr.
Centurion bleibt das Sorgenkind
Die Mine kämpft weiter mit geologischen Störungen. Im Oktober förderte sie nur etwa 45.000 Tonnen. Für das vierte Quartal erwartet Peabody einen Absatz von 0,3 bis 0,5 Millionen Tonnen.
Das Unternehmen will gegensteuern: Eine Leistungserhöhung am Schneidwerk und ein zweistufiger Flipper sollen die Anlage besser an die Bedingungen anpassen. Der Flipper kommt allerdings erst beim nächsten Longwall-Umzug, nun im dritten Quartal 2027, zum Einsatz.
Die Jahresprognose fällt entsprechend vorsichtiger aus. Das Volumen im Powder River Basin sinkt um rund 7,5 Millionen Tonnen, die Kosten der Met-Kohle steigen um etwa 15 Dollar je Tonne. Die Investitionsplanung kürzt Peabody dagegen um 40 Millionen Dollar.
Kapitalrückgabe im Blick
Der Verwaltungsrat hat eine Quartalsdividende von 0,075 Dollar je Aktie beschlossen. Sie wird am 9. Dezember 2026 an Aktionäre gezahlt, die am 19. November im Register stehen.
Parallel räumt der Konzern bei den Wandelanleihen auf. Die restlichen 2028er-Papiere im Umfang von 39,9 Millionen Dollar will er im November in bar tilgen. Das verringert die potenzielle Verwässerung um vier Millionen Aktien. Liquidität hat Peabody genug: Sie lag Ende September bei 887 Millionen Dollar.
Konkret messbar wird der Fortschritt im vierten Quartal. Peabody peilt für Seaborne Thermal 3,6 bis 3,8 Millionen Tonnen Absatz an, bei Kosten von 46 bis 51 Dollar je Tonne. Gelingt das, steigt der freie Cashflow, den das Management für das Schlussquartal in Aussicht stellt.
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