PepsiCo, Aktie

PepsiCo Aktie: Sammelklage wegen Avocadoöl-Etikett

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine geplante Sammelklage kritisiert PepsiCos Kennzeichnung von Siete- und Tostitos-Chips, während der Konzern Standorte schließt und investiert.

Fotorealistisches Bild eines dunklen Erfrischungsgetränks mit Eiswürfeln in einem klaren unmarkierten Glas, warme Hintergrundbeleuchtung und Holztheke
PepsiCo US7134481081 zeigt ein eisgekühltes Cola-Getränk in einem generischen Glas auf dunkler Holztheke Illustration mit AI erstellt.

Die Kennzeichnung beliebter Snackmarken bringt PepsiCo juristischen Ärger ein. Eine vorgeschlagene Sammelklage wirft dem US-Konzern vor, Chips der Marken Siete und Tostitos mit dem Hinweis „Avocado Oil“ irreführend vermarktet zu haben. Die Klageschrift beanstandet, dass die Produkte nicht ausschließlich mit Avocadoöl zubereitet werden.

Vorwürfe um Inhaltsstoffe und Markenintegrität

Der Rechtsstreit datiert auf den 31. August und zielt auf die Vermarktungspraxis im margenstarken Snack-Segment ab. Für den Konzern kommt das Verfahren zur Unzeit, da das Vertrauen in Produktangaben ein zentraler Pfeiler des Konsumgütergeschäfts bleibt. Parallel dazu spielten Etikettierungsfragen auch auf internationaler Ebene eine Rolle.

Laut Reuters hoben Behörden in Indien Anfang September einen illegalen Betrieb in Mumbai aus. Die dortigen Fälscher hatten Verfallsdaten und Nährwertangaben auf originalen Exportgütern manipuliert, darunter Produkte von PepsiCo, Nestle, Coca-Cola und Unilever.

Ungeachtet dieser Störfeuer investiert der Konzern weiter in seine landwirtschaftliche Basis. Am 10. September brachte PepsiCo bei der Veranstaltung „Global Agro University“ Landwirte und Agrarexperten aus mehr als 35 Ländern zusammen, um den Kartoffelanbau künftig resilienter und ertragreicher aufzustellen.

Umbau im Schatten des Quartalsberichts

Auf operativer Ebene setzt der Konzern parallel Einschnitte durch. Vor gut einer Woche schloss PepsiCo seinen Abfüll- und Lagerstandort in Cheverly im US-Bundesstaat Maryland. Seither verlor das Papier 1,5 %. Medienberichten zufolge begründete das Management den Abbau von 143 Arbeitsplätzen mit technologischen Veränderungen sowie einem spürbaren Wandel der Konsumentengewohnheiten.

Die Maßnahmen verdeutlichen den anhaltenden Spagat des Unternehmens: Während Kosten gesenkt und Abläufe modernisiert werden, belasten rechtliche Risiken und Marktveränderungen das Stimmungsbild der Anleger. Der Konzern steht vor der Herausforderung, seine Margen trotz Gegenwinds im Stammgeschäft zu verteidigen.

Am Aktienmarkt zeigte sich die Notierung dennoch zuletzt etwas gefestigt. Gestern legte der Titel um 1,4 % auf 114,66 € zu. Damit notiert der Wert 2,8 % über dem 52-Wochen-Tief.

Institutionelle Adressen nutzten das ermäßigte Kursniveau für punktuelle Zukäufe. Medienberichten zufolge baute The Manufacturers Life Insurance Company ihre Position am 11. September spürbar aus. Grundlegende Orientierung über die operative Verfassung verspricht der anstehende Quartalsbericht: Am 8. Oktober 2026 legt PepsiCo die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor. Für diesen Tag ist zudem eine Fragerunde für Analysten angesetzt.

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