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Perseus Mining Aktie: Dividende um 87 Prozent erhöht

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 21:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Perseus Mining meldet für 2026 höhere Erlöse und Gewinne, hebt die Ausschüttung an und treibt Projekte in Afrika weiter voran.

Perseus Mining steigert Gewinn und Dividende trotz weniger Gold
Moderne Goldminenanlage bei Sonnenaufgang als Symbol für wirtschaftliches Wachstum und Rohstoffinvestitionen. Illustration mit AI erstellt.

Perseus Mining hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem deutlichen Gewinnplus und einer massiven Erhöhung der Dividende abgeschlossen. Dank des starken Goldpreises konnte das Unternehmen rückläufige Produktionszahlen und gestiegene Betriebskosten mehr als kompensieren.

Im heutigen Handel legte die Aktie um 3,0 Prozent zu und notiert aktuell bei 4,03 Euro. Damit nähert sich der Wert wieder seinem 52-Wochen-Hoch von 4,22 Euro an, von dem ihn derzeit noch ein Abstand von 4,6 Prozent trennt.

Starke Finanzzahlen gleichen Produktionsrückgang aus

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni 2026 endete, steigerte Perseus Mining seinen Umsatz um 19 Prozent auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Vorsteuergewinn kletterte um 27 Prozent auf 716 Millionen US-Dollar, während das Ergebnis je Aktie um 17 Prozent auf 31,73 US-Cent stieg. Diese finanzielle Stärke ermöglichte es dem Board, die Dividende um 87 Prozent auf 14,0 Australische Cent pro Aktie anzuheben. Insgesamt schüttet das Unternehmen damit rund 119,4 Millionen Australische Dollar an seine Anteilseigner aus.

Das Ergebnis ist besonders bemerkenswert, da die operative Seite vor Herausforderungen stand. Die Goldproduktion sank im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 404.998 Unzen. Gleichzeitig stiegen die nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) massiv um 42 Prozent auf 1.750 US-Dollar pro Unze.

Den Ausschlag für die Rekordbilanz gab jedoch der realisierte Goldpreis, der im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 3.693 US-Dollar pro Unze lag. Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und Goldbestände im Wert von 1,034 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 25 Prozent entspricht.

Expansionspläne in Ost- und Westafrika

Neben den Finanzkennzahlen standen regionale Entwicklungen im Fokus. In Ghana zahlte die Tochtergesellschaft Perseus Mining (Ghana) Ltd. heute eine Dividende von 35 Millionen US-Dollar an den Staat aus, der einen Anteil von 10 Prozent an der Edikan-Goldmine hält. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als lediglich 5 Millionen US-Dollar flossen.

Laut Berichten hat das Unternehmen in Ghana bis Ende Juni zudem Steuern in Höhe von 4,2 Milliarden GHS sowie Lizenzgebühren von 1,72 Milliarden GHS abgeführt.

Wachstum verspricht sich Perseus vor allem durch neue Projekte. Rund 530 Millionen US-Dollar wurden bereits für das Nyanzaga-Projekt in Tansania bereitgestellt. Zudem gibt es Medienberichte über ein mögliches Interesse an einer Übernahme des Afema-Projekts in der Elfenbeinküste, das sich derzeit im Besitz von Turaco Gold befindet.

Das Projekt verfügt über Ressourcen von 4,65 Millionen Unzen Gold und wird als strategisch wertvolle Ergänzung für die Präsenz des Unternehmens in Westafrika angesehen.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die Analysten von Canaccord Genuity bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Analyst Reg Spencer setzte das Kursziel auf 7,55 Australische Dollar fest. Trotz der jüngsten Kursgewinne wird das Papier in Fachkreisen teilweise als unterbewertet angesehen, da die hohen Cash-Bestände und die schuldenfreie Bilanz signifikanten Spielraum für weitere Investitionen oder Rückkäufe bieten.

Während die allgemeine Analystenstimmung laut FNArena zuletzt eine leichte Verschiebung hin zu neutraleren Bewertungen zeigte, bleibt Perseus aufgrund seiner hohen Margen im Fokus der Anleger. Die Marktteilnehmer beobachten nun genau, ob die steigenden Kosten im laufenden Jahr durch die Inbetriebnahme neuer Projekte oder eine Stabilisierung der Fördermengen aufgefangen werden können.

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