Pfizer Aktie: FDA genehmigt XFG-Impfstoff am 27. August
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 18:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Pharma-Riese Pfizer stellt die Weichen für die kommende Wintersaison und die mittelfristige Pipeline-Entwicklung. Wie gestern bekannt wurde, wird CEO Albert Bourla am Montag, den 14. September, auf der 24. jährlichen Global Healthcare Conference von Morgan Stanley die strategischen Schwerpunkte des Unternehmens erläutern.
Die Präsentation erfolgt in einer Phase, in der der Konzern sowohl regulatorische Erfolge bei seinen Impfstoffen als auch klinische Fortschritte in neuen Therapiegebieten verzeichnet. Anleger blicken dabei besonders auf die Integration jüngster Zukäufe und die Entwicklung der neuen Produktkandidaten.
Zulassungserfolge und Pipeline-Dynamik
Ein zentraler Pfeiler für das laufende Halbjahr ist die jüngste Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA. Diese hat am 27. August die ergänzende Zulassung für den an die XFG-Variante angepassten COVID-19-Impfstoff (COMIRNATY XFG) für die Saison 2026-2027 erteilt.
Die Genehmigung umfasst den Einsatz bei Erwachsenen ab 65 Jahren sowie bei Personen zwischen 5 und 64 Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Bereits Ende Juli hatte die Europäische Kommission eine entsprechende Marktzulassung für den europäischen Raum erteilt, basierend auf Daten, die eine starke Immunantwort gegen aktuelle und neu auftretende Viruslinien belegen.
Parallel zum Impfstoffgeschäft meldet Pfizer Erfolge in der Dermatologie. Ende Juli veröffentlichte das Unternehmen positive Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studien TRANQUILLO und TRANQUILLO 2. Diese untersuchten den Wirkstoff LITFULO zur einmal täglichen Anwendung bei Patienten mit nicht-segmentaler Vitiligo.
Beide Dosierungen von 50 mg und 100 mg erreichten die primären Endpunkte und zeigten klinisch bedeutsame Verbesserungen im Vergleich zum Placebo. Pfizer plant nun, weltweite Zulassungsanträge einzureichen, um LITFULO als neue orale systemische Therapie zu etablieren.
Prognoseanhebung und Insider-Käufe
Finanziell blickt das Management optimistischer auf das Gesamtjahr. Im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal am 4. August hob Pfizer die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 um 500 Millionen US-Dollar am Mittelwert an.
Die Prognose für das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie wurde beibehalten, obwohl hier Belastungen aus der Lizenzvereinbarung mit Innovent Biologics berücksichtigt werden mussten. Diese Transaktion wurde im dritten Quartal mit einer Forschungs- und Entwicklungskosten-Belastung in Höhe von 650 Millionen US-Dollar verbucht.
Das Vertrauen der Führungsebene in die aktuelle Bewertung des Konzerns spiegelte sich zuletzt in deutlichen Insider-Käufen wider. Laut Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC erwarb CEO Albert Bourla am 12. August 38.000 Stammaktien zu einem Kurs von 26,34 US-Dollar. Auch im Direktorium gab es Zukäufe: Ronald E. Blaylock und Mortimer J. Buckley erwarben Anfang August Pakete von rund 39.000 beziehungsweise 37.600 Aktien.
An der Börse zeigt die Pfizer-Aktie im laufenden Turnus eine stabile Tendenz. Das Papier notiert aktuell bei 23,66 € und konnte seit Jahresbeginn um 11 % zulegen. Damit liegt der Kurs derzeit 4,9 % über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, was charttechnisch als Unterstützung gewertet wird.
Die aktionärsfreundliche Politik wurde zudem am 1. September durch die Auszahlung der 351. aufeinanderfolgenden Quartalsdividende in Höhe von 0,43 US-Dollar unterstrichen.
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