Pfizer, Aktie

Pfizer Aktie: Litfulo-Studien zeigen Fortschritte

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 06:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die FDA genehmigte eine Pfizer-Krebstherapie; zwei Banken erhöhten ihre Kursziele, während eine Klage in Florida anhängig ist.

Dokumentarische Schwarzweiß-Aufnahme eines Pharma-Labors, Symbolbild für Pfizer Inc
Schwarzweiß-Reportagefoto aus einem Forschungslabor illustriert Pfizer Inc. mit ISIN US7170811035 im Pharma-Sektor Illustration mit AI erstellt.

Nach mehreren Fortschritten in der klinischen Entwicklung und einer wichtigen US-Zulassung haben Analysten ihre Bewertungsmodelle für Pfizer angepasst. Die Aktie des Pharmakonzerns verzeichnete seit Jahresbeginn ein Plus von 19 Prozent und behauptet ihr Kursniveau in der Nähe der Jahreshöchststände. Am gestrigen Dienstag schloss das Papier an den europäischen Handelsplätzen bei 25,34 Euro.

Analysten heben Kursziele an

Die jüngsten operativen Fortschritte veranlassten mehrere Banken zu Neubewertungen. Chris Schott von JPMorgan stufte die Aktie am 9. Oktober weiterhin mit Neutral ein, hob das Kursziel jedoch von $28 auf $30 an.

Bereits am 8. Oktober hatte Carter Gould von Cantor Fitzgerald sein Kursziel von $27 auf $28 nach oben gesetzt und die Einstufung ebenfalls auf Neutral belassen. Beide Häuser reagierten damit zeitnah auf die jüngste Serie klinischer und regulatorischer Nachrichten des Konzerns.

Zulassungserfolg in der Onkologie

Wesentlicher Treiber der Stimmung war die Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA vom 7. Oktober. Die Behörde erteilte die Zulassung für Tukysa (Tucatinib) in Kombination mit Trastuzumab und Pertuzumab zur Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs im Anschluss an eine Induktionsbehandlung.

In der zugrundeliegenden HER2CLIMB-05-Studie mit 654 Patienten erreichte die Kombination ein medianes progressionsfreies Überleben von 24,9 Monaten, während der Vergleichsarm mit Placebo auf 16,3 Monate kam. Der signifikante Vorteil stärkt das Portfolio von Pfizer in der Onkologie nachhaltig.

Fortschritte bei Vitiligo und juristischer Gegenwind

Auch abseits der Onkologie meldete das Unternehmen Studienerfolge. Am 2. Oktober legte Pfizer Phase-3-Ergebnisse für Litfulo (Ritlecitinib) zur Behandlung der nicht-segmentalen Vitiligo vor. Beide durchgeführten Studien zeigten signifikante Verbesserungen bei der Repigmentierung im Gesicht und am gesamten Körper gegenüber Placebo. Pfizer beabsichtigt, die Studiendaten bei der FDA und der europäischen Zulassungsbehörde EMA einzureichen.

Auf der anderen Seite steht eine juristische Auseinandersetzung im Heimatmarkt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters reichte der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Florida, James Uthmeier, am 1. Oktober eine Klage gegen Pfizer sowie gegen CEO Albert Bourla ein.

Der Vorwurf lautet auf irreführende Aussagen bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit des Covid-19-Impfstoffs. Pfizer wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage; sämtliche Angaben seien stets präzise und wissenschaftlich fundiert gewesen.

Am Markt überwog zuletzt der Optimismus rund um die Medikamentenpipeline. Mit einem Abstand von 1,2 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 25,64 Euro bleibt das Papier auf Tuchfühlung mit seiner bisherigen Jahresspitze.

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