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Plains All American Pipeline Aktie: Einmaleffekt belastet

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Rückkauf drückte das Ergebnis je Anteil, während das bereinigte EBITDA um sechs Prozent zulegte und die Jahresprognose bestehen blieb.
Industrielle Ölpipeline in einer goldenen Abendstimmung als Symbol für den Energiesektor. Illustration mit AI erstellt.

Auf den ersten Blick sieht die Bilanz von Plains All American schwach aus. Beim Ergebnis je Anteilsschein verfehlte der Midstream-Konzern im dritten Quartal die Erwartungen deutlich. Das operative Geschäft wuchs allerdings weiter, und der Ausblick bleibt unverändert.

Gewinnlücke mit Erklärung

Der Umsatz erreichte 15,17 Milliarden Dollar und lag damit über den Schätzungen. Beim Ergebnis je Anteil fiel die Lücke groß aus: Für die Muttergesellschaft Plains GP Holdings stand ein Verlust von 0,16 Dollar je Class-A-Anteil zu Buche, erwartet worden war ein Gewinn von 0,43 Dollar. Bei PAA selbst lag das Ergebnis je Anteil bei minus 0,04 Dollar, Analysten hatten mit 0,41 Dollar gerechnet.

Der Hauptgrund liegt in der Bilanzpflege. Der Rückkauf von Vorzugsanteilen der Serie A belastete das Ergebnis mit rund 100 Millionen Dollar. Plains hat zuletzt nachrangige Anleihen über 1,5 Milliarden Dollar platziert und Vorzugsanteile über 2,3 Milliarden Dollar abgelöst. Das Management erwartet daraus einen jährlichen Zuwachs beim ausschüttungsfähigen Cashflow von etwa 60 Millionen Dollar, rund 0,09 Dollar je Anteil.

Das bereinigte EBITDA, das auf PAA entfällt, stieg um sechs Prozent auf 711 Millionen Dollar. Treiber waren die Übernahme von Cactus III, höhere Volumen im Permian-Becken und Optimierungsgeschäfte. Höhere Betriebskosten, etwa für Umweltsanierung und Grundsteuer, bremsten den Zuwachs.

Zukäufe und Expansion

Zum 1. Oktober schloss Plains die Übernahme des Gathering-Systems Silver Creek im Powder River Basin ab. Der Kaufpreis betrug rund 585 Millionen Dollar. CEO Willie Chiang spricht von sofortiger Größe in einer Region, in der er deutliches Produktionswachstum erwartet.

Im Permian-Becken baut Plains das Gemeinschaftsunternehmen aus. Rund 270.000 zusätzliche Acres im Midland Basin sind durch zehnjährige Verträge mit einem großen integrierten Produzenten abgesichert. Ab dem vierten Quartal 2027 sollen etwa 225.000 Barrel täglich fließen.

Der Konzern hat zudem sein Berichtswesen umgestellt. Nach dem Verkauf des kanadischen NGL-Geschäfts im Mai führt er nur noch ein einziges Segment.

Ausschüttung und Ausblick

Die Quartalsausschüttung lag bei 0,4175 Dollar je Anteil, 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Auf das Jahr gerechnet sind das 1,67 Dollar, was einer Rendite von etwa 7 Prozent entspricht.

Für 2026 bestätigt Plains das Ziel für das bereinigte EBITDA von 2,88 Milliarden Dollar, plus/minus 50 Millionen. Die PAA-Anteile gaben vorbörslich dennoch nach und notierten bei 23,91 Dollar, nach einem Schlusskurs von 24,53 Dollar am Vortag. Heute um 9:00 Uhr Ortszeit in Houston erläutert das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz.

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