Proximus Aktie: 44.000 neue Glasfaser-AnschlĂŒsse im Q2
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 04:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Proximus behauptet sich in einem schwierigen Umfeld. Der belgische Telekommunikationsriese punktet im Heimatmarkt und treibt den Glasfaserausbau massiv voran. Anleger reagieren positiv auf die jĂŒngsten Quartalszahlen.
InlandsgeschĂ€ft stĂŒtzt Konzernumsatz
Der Konzernumsatz blieb im zweiten Quartal mit 1,53 Milliarden Euro stabil. Das belgische KerngeschÀft lieferte dabei den entscheidenden Impuls. Hier stiegen die Erlöse um 1,1 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro.
Vor allem Preisanpassungen und eine hohe Nachfrage bei Privatkunden stĂŒtzten dieses Ergebnis. Das Segment legte beim Umsatz um 2,2 Prozent zu. Besonders konvergente Angebote, die Mobilfunk und Internet bĂŒndeln, waren gefragt.
Im GeschĂ€ftskundenbereich stiegen die Erlöse parallel dazu um 1,8 Prozent. KrĂ€ftige ZuwĂ€chse beim Verkauf von IT-Hardware glichen dort RĂŒckgĂ€nge bei klassischen Diensten aus.
Allerdings drĂŒckten höhere Betriebskosten auf das operative Ergebnis. Das bereinigte EBITDA der Gruppe sank um drei Prozent auf 470 Millionen Euro. Belastend wirkte die schwĂ€chere internationale Sparte.
Expansion im Glasfasernetz
Beim Glasfaserausbau meldet Proximus wichtige Fortschritte. Im zweiten Quartal kamen 44.000 aktive AnschlĂŒsse hinzu. Mittlerweile erreicht das Gigabit-Netz ĂŒber 43 Prozent der belgischen Bevölkerung. Hinzu kamen im gleichen Zeitraum 25.000 neue MobilfunkvertrĂ€ge.
ZusĂ€tzlicher RĂŒckenwind kommt von der Wettbewerbsbehörde. Die BCA genehmigte eine Kooperation fĂŒr den Netzausbau in Flandern. Proximus arbeitet dort kĂŒnftig mit Telenet und Wyre zusammen. Die Folge: Das finanzielle Risiko sinkt und das Ausbautempo in lĂ€ndlichen Regionen steigt.
Vorstand bestÀtigt Jahresziele
Das Management hĂ€lt an seiner Prognose fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr fest. Die Investitionsausgaben sollen planmĂ€Ăig bis zu 1,3 Milliarden Euro erreichen. Das InlandsgeschĂ€ft dĂŒrfte sich laut Vorstand weiter stabil entwickeln.
An der Börse setzte die Aktie zuletzt ihren Erholungskurs fort. Mit einem Schlusskurs von 6,43 Euro liegt das Papier nun rund 12 Prozent ĂŒber dem Tief vom Juli. Damit rĂŒckt der 50-Tage-Durchschnitt wieder in greifbare NĂ€he.
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