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Qualcomm Aktie: Apple-Lizenzvertrag erneuert

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die erneuerte Apple-Lizenz stÀrkt Qualcomms LizenzgeschÀft; neue Snapdragon-Plattformen verarbeiten KI direkt auf Smartphones.

Fotorealistischer Nahaufnahme eines generischen ungebrandeten mobilen System-on-Chip-Prozessors auf einer Leiterplatte mit sichtbaren Kupferleiterbahnen und Lötstellen
Qualcomm US7475251036 zeigt fotorealistischen mobilen Prozessor auf dunkler moderner Leiterplatte mit Kupferleiterbahnen Illustration mit AI erstellt.

Qualcomm hat eine weitreichende Einigung mit seinem wichtigsten Großkunden erzielt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, erneuerte der Halbleiterkonzern am 24. September seine weltweite Patentlizenzvereinbarung mit Apple. Der neue Vertrag greift ab dem 1. April 2027, unmittelbar nach dem Auslaufen der bestehenden Vereinbarung am 31. MĂ€rz 2027. Zudem beinhaltet das Abkommen eine Option auf eine VerlĂ€ngerung um zwei weitere Jahre.

Die FortfĂŒhrung der Lizenzierung beseitigt eine zentrale Rechtsunsicherheit fĂŒr das margenstarke LizenzgeschĂ€ft der US-Amerikaner. Gleichzeitig unterstreicht der Schritt die fortbestehende AbhĂ€ngigkeit der beiden Technologiekonzerne voneinander bei grundlegenden Mobilfunkpatenten.

An den Börsen blieb eine anhaltende Euphorie nach den jĂŒngsten AnkĂŒndigungen dennoch aus. Am gestrigen Dienstag gab die Aktie um 1,6 Prozent nach und beendete den Handel bei 162,40 Euro. GegenĂŒber dem 52-Wochen-Hoch von 222,90 Euro notiert das Papier damit spĂŒrbar schwĂ€cher.

Neue Snapdragon-Generation setzt auf lokale KI

Flankierend zur vertraglichen Absicherung treibt Qualcomm die Weiterentwicklung seiner Mobilfunkprozessoren voran. Das Unternehmen stellte am 22. September die Plattformen Snapdragon 8 Elite Gen 6 sowie Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 vor. Diese ChipsĂ€tze richten sich an Flaggschiff-Smartphones und legen den technischen Schwerpunkt auf sogenannte KI-Agenten, die direkt auf dem GerĂ€t ausgefĂŒhrt werden.

Die Rechenbausteine sollen dabei komplexe Aufgaben ohne Umweg ĂŒber externe Rechenzentren bewĂ€ltigen. Nach Angaben von Qualcomm können die integrierten Sensorknoten Modelle mit einem Umfang von bis zu 200 Millionen Parametern eigenstĂ€ndig verarbeiten.

Der Konzern reagiert damit auf den steigenden Bedarf der Smartphone-Hersteller an lokaler Verarbeitungsleistung. Durch die direkte Datenverarbeitung auf den GerĂ€ten sollen Latenzen sinken und zugleich Datenschutzanforderungen besser erfĂŒllt werden.

Ausbau der Partnerbasis bei PCs und Rechenzentren

Auch im Markt fĂŒr persönliche Computer forciert das Management den Ausbau der eigenen Architektur. Am 23. September teilte das Unternehmen mit, dass die Partner HP, ASUS und HUMAIN eine Linux-UnterstĂŒtzung fĂŒr ihre GerĂ€te mit dem Prozessor Snapdragon X2 planen. Die Bereitstellung ist fĂŒr das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.

Zugleich erprobt Qualcomm neue Schnittstellentechnologien fĂŒr Anwendungen im Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz. Gemeinsam mit Lumentum und Corning demonstrierte Qualcomm Technologies am 21. September eine hochdichte optische Chip-zu-Chip-Verbindung. Medienberichten zufolge war dieser Praxistest allerdings an keine konkreten Produkte oder KundenauftrĂ€ge gekoppelt.

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