Rayonier Aktie: Rückkauf-Offensive nach Zahlen
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 01:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deRayonier legt nach den Quartalszahlen nach: Der Vorstand stockt das Aktienrückkaufprogramm um 300 Millionen Dollar auf. Als Begründung nennt Konzernchef Mark McHugh eine „deutliche Diskrepanz" zwischen den Bewertungen börsennotierter und privater Forstflächen.
Zahlen über den Erwartungen
Für das dritte Quartal weist der Forst-REIT einen Nettogewinn von 123,3 Millionen Dollar aus, das sind 0,41 Dollar je Aktie. Der Umsatz lag bei 565,6 Millionen Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 0,10 Dollar je Aktie und gut 400 Millionen Dollar Umsatz gerechnet.
Allerdings verzerren Sondereffekte das Bild. Ein Großverkauf von Flächen in Washington steuerte 90,6 Millionen Dollar nach Steuern bei. Bereinigt um diesen Posten und Fusionskosten bleiben 0,13 Dollar je Aktie, nach 0,32 Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA stieg dagegen auf 144,6 Millionen Dollar, nach 114,3 Millionen Dollar vor einem Jahr.
Dahinter steckt vor allem die Fusion mit PotlatchDeltic. Deren Flächen erweitern das Geschäft deutlich, erhöhen aber auch Zinsaufwand und Verwaltungskosten.
Holz, Land und Rückkäufe
Im südlichen Holzgeschäft stieg das bereinigte EBITDA um 23 Prozent auf 52,4 Millionen Dollar, getragen von höheren Erntemengen. Die Preise gaben jedoch nach, auch wegen der veränderten regionalen Mischung. Im Nordwesten verfünffachte sich das Ergebnis annähernd auf 32,3 Millionen Dollar.
Die Holzprodukte profitierten von starken Lumberpreisen. Die durchschnittlichen Erlöse erreichten den höchsten Stand seit dem dritten Quartal 2022, bedingt durch Zölle, Werksschließungen und knappe Transportkapazitäten. Das Immobiliengeschäft übertraf mit 48,5 Millionen Dollar die eigene Prognose.
Im Quartal kaufte Rayonier eigene Aktien für knapp 60 Millionen Dollar zu durchschnittlich 21,00 Dollar zurück. Die neue Ermächtigung kommt zu den noch verfügbaren Restmitteln hinzu, hat kein Ablaufdatum und kann jederzeit ausgesetzt werden. Vor den Zahlen notierte die Aktie bei 19,62 Dollar, also unter dem zuletzt gezahlten Rückkaufpreis.
Ausblick für das Schlussquartal
Für das vierte Quartal erwartet das Management im Immobiliengeschäft einen EBITDA-Beitrag von 60 bis 70 Millionen Dollar. Die Lumberpreise dürften saisonbedingt unter dem Niveau des dritten Quartals liegen, auch die Sägeholzpreise im Nordwesten sollen wegen Idaho nachgeben. Die Erntemenge im Süden soll bei 3,0 bis 3,2 Millionen Tonnen liegen. Eine Telefonkonferenz zu den Zahlen findet heute um 10:00 Uhr Ortszeit an der Ostküste statt.
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