ResMed, FDA

ResMed: FDA stuft Astral-Fehler als Class-1-Recall ein

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 04:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ResMed muss wegen eines Class-1-Recalls der Astral-Serie handeln. Der Aktienkurs fÀllt, wÀhrend der Konzern den Umbau vorantreibt.

ResMed Aktie: FDA stuft Astral-RĂŒckruf als höchste Risikoklasse ein
Moderne, sterile medizinische Einrichtung in kĂŒhlem, blauem Licht, die eine ernste und professionelle AtmosphĂ€re vermittelt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

ResMed steht unter erheblichem regulatorischem Druck. Die US-Gesundheitsbehörde FDA stufte einen Fehler bei BeatmungsgerĂ€ten der Astral-Serie als Class-1-Recall ein. Dies ist die höchste Risikostufe der Behörde fĂŒr Produktkorrekturen.

Technisches Versagen gefÀhrdet Patienten

Betroffen sind die Modelle Astral 100 und Astral 150 aus der Fertigung vor Oktober 2024. Ein internes Bauteil kann Elektrolyt verlieren. Diese FlĂŒssigkeit beschĂ€digt die Platine und löst einen Fehlermodus aus.

Das GerĂ€t stoppt dann sofort die Therapie und schlĂ€gt Alarm. FĂŒr Patienten ohne eigene Atmung besteht Lebensgefahr. Weltweit meldeten Betroffene bisher fĂŒnf schwere Verletzungen im Zusammenhang mit diesem Defekt.

Ersatzteilmangel bremst Reparaturen

ResMed plant eine schrittweise Instandsetzung der GerÀte. Parallel dazu fehlen dem Konzern jedoch notwendige Ersatzplatinen. Eine sofortige Korrektur aller Einheiten ist deshalb unmöglich.

KrankenhĂ€user mĂŒssen nun PrioritĂ€ten setzen. Neue Patienten erhalten vorerst alternative GerĂ€te. Ende Juli lĂ€uft außerdem eine wichtige Frist fĂŒr die BestĂ€tigung der Sicherheitswarnung ab.

Strategischer Umbau gegen operative Lasten

An der Börse sorgte die Einstufung fĂŒr VerkĂ€ufe. Die Aktie verlor zuletzt 3,21 Prozent auf 181,15 Euro. Seit Jahresbeginn bĂŒĂŸte das Papier rund 13 Prozent an Wert ein.

Parallel zum RĂŒckruf treibt der Vorstand den Konzernumbau voran. Der Verkauf der Software-Sparte MatrixCare bringt 490 Millionen US-Dollar ein. ResMed will sich kĂŒnftig wieder stĂ€rker auf das KerngeschĂ€ft mit Atemtherapien fokussieren.

Die kommenden Jahreszahlen im August liefern Details zum Ausmaß der RĂŒckrufkosten. Analysten erwarten fĂŒr das Quartal einen Gewinn von 2,90 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll rund 1,46 Milliarden US-Dollar erreichen.

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