Rheinmetall, Auftrag

Rheinmetall erhĂ€lt dĂ€nischen Auftrag fĂŒr Schiffsschutzsysteme

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 21:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rheinmetall hat von den dĂ€nischen StreitkrĂ€ften einen Auftrag fĂŒr sein TĂ€uschkörpersystem MASS erhalten. Der Auftragsbestand des Konzerns erreichte im ersten Halbjahr 80,4 Milliarden Euro.

Rheinmetall: DĂ€nemark bestellt MASS-Systeme und Versorgungsleistungen
Abstrakte Darstellung moderner Verteidigungstechnologie in einer nebligen, industriellen Umgebung bei DĂ€mmerung. Illustration mit AI erstellt.

Rheinmetall hat von den dĂ€nischen StreitkrĂ€ften einen neuen Auftrag fĂŒr sein TĂ€uschkörpersystem MASS erhalten. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag mitteilte, umfasst die Bestellung Systeme fĂŒr die Fregatten der Absalon- und der Iver-Huitfeldt-Klasse sowie fĂŒr eine Waffenschule. ZusĂ€tzlich wurde ein Versorgungsauftrag mit einer Laufzeit von 21 Jahren unterzeichnet, der auch Omnitrap-ER-TĂ€uschkörper umfasst.

Der Auftrag wurde bereits im zweiten Quartal 2026 eingebucht, die Lieferungen sollen ab dem vierten Quartal 2027 beginnen. Das MASS-System (Multi Ammunition Softkill System) dient dem Schutz von Schiffen gegen anfliegende Lenkwaffen und ergĂ€nzt damit das maritime VerteidigungsgeschĂ€ft, in dem Rheinmetall zuletzt bereits mit einem Modernisierungsauftrag fĂŒr die Fregatte BAYERN vor rund zwei Wochen aktiv war – seither hat die Aktie um 5,1 Prozent zugelegt.

Auftragsbestand wÀchst auf Rekordniveau

Der neue DĂ€nemark-Auftrag reiht sich in eine Serie krĂ€ftig steigender Bestellungen ein. Rheinmetall hatte im Halbjahresbericht am Donnerstag einen Auftragsbestand von 80,4 Milliarden Euro ausgewiesen, ein Plus von 44 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

Die AuftragseingĂ€nge im zweiten Quartal 2026 summierten sich auf 11,371 Milliarden Euro und lagen damit 476 Prozent ĂŒber dem Vorjahreswert. Das VerhĂ€ltnis von Auftragseingang zu Umsatz lag bei ĂŒber 3,0.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 69 Prozent auf 3,289 Milliarden Euro, das operative Ergebnis kletterte um 115 Prozent auf 562 Millionen Euro. Die operative Marge erreichte 17,1 Prozent.

FĂŒr das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 13,7 und 14,2 Milliarden Euro, einem Plus von 42 Prozent, sowie mit einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Die Dividende je Aktie soll auf 15,60 Euro steigen, ein Anstieg von 36 Prozent.

Kurs reagiert deutlich

Die Aktie notiert heute bei 1.201,80 Euro, ein Plus von 2,4 Prozent auf Tagesbasis. Binnen 30 Tagen hat das Papier damit um 25 Prozent zugelegt. Zum bisherigen Jahreshoch aus dem Oktober bei 2.007,00 Euro betrÀgt die Distanz 40 Prozent.

RBC Capital Markets hatte die Coverage fĂŒr Rheinmetall Anfang der Woche mit einem Outperform-Rating und einem Kursziel von 1.600 Euro aufgenommen. Die Analysten begrĂŒndeten ihre EinschĂ€tzung mit einer geschĂ€tzten jĂ€hrlichen EBITA-Wachstumsrate von 35 Prozent bis 2030 und verwiesen auf die Positionierung des Konzerns im europĂ€ischen AufrĂŒstungsthema.

Der dĂ€nische Auftrag erreicht fĂŒr sich genommen keine Umsatzdimensionen, die die Konzernzahlen verĂ€ndern. Er zeigt, wie Rheinmetall sein MarinegeschĂ€ft mit europĂ€ischen NATO-Partnern verzahnt hat.

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