Roche Aktie: Justiniani Ugarte leitet Nordafrika-Geschäft
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 03:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Roche setzt auf Expansion in Schwellenländern und neue Testverfahren in Europa. Während die Sparte Diagnostics wächst, normalisiert sich der Erfolg des Hoffnungsträgers Vabysmo. Anleger blicken nun auf den harten Verdrängungswettbewerb in der Augenheilkunde.
Expansionskurs in der Diagnostik
Carlos Justiniani Ugarte leitet ab sofort das Geschäft in Ägypten und Nordafrika. Roche will dort den Zugang zu moderner Diagnostik massiv ausbauen. Der Fokus liegt dabei auf digitaler Vernetzung und Künstlicher Intelligenz. Die Sparte wuchs im ersten Halbjahr währungsbereinigt um drei Prozent.
In Europa erhöht der Konzern derweil den Druck bei Infektionstests. Neue Verfahren für Tuberkulose und Lyme-Borreliose zielen direkt auf Konkurrenten wie DiaSorin ab. Laut UBS könnten Labore verstärkt auf die integrierten Systeme von Roche umsteigen.
Vabysmo trifft auf Marktsättigung
Das Augenmedikament Vabysmo liefert derzeit gemischte Signale. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr zwar um acht Prozent. Im zweiten Quartal blieb das Ergebnis allerdings leicht hinter den Markterwartungen zurück. Experten sehen die Ursache im US-Markt für Netzhaut-Erkrankungen.
Dieser Markt wächst aktuell nur noch um zwei bis drei Prozent. Nach dem rasanten Start im Jahr 2022 tritt nun eine gewisse Normalität ein. Roche muss künftig verstärkt Marktanteile von Konkurrenten wie Eylea gewinnen. Ein reines Marktwachstum reicht für weitere Sprünge nicht mehr aus.
Bestätigte Ziele trotz Währungsdruck
Der starke Schweizer Franken belastet die Bilanz weiterhin spürbar. Trotzdem hält die Konzernleitung an den Zielen für das Gesamtjahr 2026 fest. Roche erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich. Der Kerngewinn je Aktie soll sogar im hohen einstelligen Bereich zulegen.
Dazu plant der Konzern eine weitere Anhebung der Dividende. Neue Verkaufsdaten folgen voraussichtlich im Oktober 2026 mit dem Bericht zum dritten Quartal. Bis 2030 will Roche zudem zahlreiche neue Wirkstoffe in der Onkologie zur Zulassung führen.
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