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Rock Tech Lithium Aktie: DFS bis Anfang 2026 geplant

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 04:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rock Tech Lithium beginnt im August die Machbarkeitsstudie für das Projekt Georgia Lake. Der Abschluss ist für Anfang 2027 geplant, der Bau könnte neun Monate später starten.

Rock Tech Lithium: Machbarkeitsstudie für Georgia Lake startet im August
Futuristische Industrieanlage zur Lithiumverarbeitung in einer minimalistischen, professionellen Ästhetik bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das deutsch-kanadische Bergbauunternehmen Rock Tech Lithium steht unmittelbar vor dem Start eines entscheidenden operativen Meilensteins für sein Lithium-Projekt Georgia Lake in Ontario. Die Planung sieht vor, die definitive Machbarkeitsstudie (DFS) noch im laufenden Monat August zu beginnen.

Diese Untersuchung gilt als wesentliche Voraussetzung, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens abschließend zu bewerten und die notwendigen Finanzierungen für den Minenbau zu sichern.

Operativer Fahrplan für Georgia Lake steht

Wie Bloomberg am Mittwoch vergangener Woche unter Verweis auf Unternehmenspläne berichtete, soll die Machbarkeitsstudie bis Anfang des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Damit konkretisiert das Management den Zeitplan für die kommenden 24 Monate.

Sofern die Ergebnisse der DFS die Erwartungen erfüllen, könnte die Bauphase etwa neun Monate nach dem Abschluss der Studie beginnen. Ziel bleibt es, eine erste Produktion von Lithiumkonzentrat in rund zwei Jahren zu realisieren.

Parallel zur Vorbereitung der Studie arbeitet das Unternehmen an der technischen Optimierung der Verarbeitungsprozesse. Mitte Juli gab Rock Tech Lithium bekannt, gemeinsam mit der Thunder Bay Pulp and Paper sowie der Queen’s University den Einsatz von regional produziertem Tallöl als Flotationsmittel zu untersuchen. Solche lokalen Kooperationen zielen darauf ab, die ökologische Bilanz und die Effizienz bei der Lithiumgewinnung in der Region Ontario zu verbessern.

Langfristige Abnahmeverträge stützen die Strategie

Die kommerzielle Grundlage für die künftige Produktion wurde bereits vor einigen Wochen durch eine verbindliche Vereinbarung mit dem Genfer Handelshaus Transamine SA gestärkt.

Der Vertrag umfasst eine Laufzeit von zunächst sieben Jahren ab dem geplanten Produktionsstart im Jahr 2028. Transamine hat sich dabei verpflichtet, im ersten Jahr 50.000 Tonnen und in den Folgejahren jährlich 100.000 Tonnen Spodumenkonzentrat abzunehmen.

Preislich orientiert sich die Vereinbarung an den Marktbenchmarks für Konzentrat mit einem Mindestgehalt von 6 Prozent Lithiumoxid, wobei eine Untergrenze zur Absicherung der Projektfinanzierung vereinbart wurde.

Diese Abnahmegarantie ist ein zentraler Baustein der integrierten Strategie, die eine Verknüpfung der Bergbauaktivitäten in Nordwest-Ontario mit dem geplanten Konverter-Standort vorsieht.

Ergänzend dazu sicherte sich das Unternehmen im Juni durch die Übernahme des Victory Projects zusätzliche Ressourcenflächen in strategischer Nähe zur bestehenden Infrastruktur. Das Areal ist direkt an den Trans-Canada Highway sowie an das Schienennetz der CPKC angebunden, was die logistischen Voraussetzungen für den Transport der Rohstoffe verbessert.

Kapitalmarktauftritt und aktuelle Kursentwicklung

Auch auf Ebene der Unternehmensführung und der Börsenpräsenz wurden zuletzt wichtige Weichen gestellt. Auf der Hauptversammlung Ende Juni bestätigten die Aktionäre den Verwaltungsrat um Dirk Harbecke mit deutlicher Mehrheit im Amt.

Um die Liquidität zu erhöhen und die Basis institutioneller Anleger zu verbreitern, werden die Aktien seit Mitte Juni auch auf der Handelsplattform Xetra notiert. Zudem bereitet das Unternehmen über die Einreichung entsprechender Prospekte bei den kanadischen Aufsichtsbehörden eine potenzielle Zweitnotierung an der US-Technologiebörse Nasdaq vor.

An der Börse notierte das Papier zuletzt bei 0,4240 Euro. Damit hat sich die Aktie zwar um 21 Prozent von ihrem 52-Wochen-Tief erholt, weist jedoch seit Jahresanfang ein Minus von 10 Prozent auf. Die kommenden Monate dürften maßgeblich davon geprägt sein, ob der nun gestartete Prozess der Machbarkeitsstudie planmäßig voranschreitet und die Grundlage für die finale Investitionsentscheidung liefert.

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