Rockwell, Automation

Rockwell Automation Aktie: Zölle treiben Gewinn

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 18:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Software & Control legte kräftig zu; für 2027 stellt das Management 6 bis 9 Prozent organisches Umsatzwachstum in Aussicht.
Rockwell, Automation, Aktie, Zölle, Gewinn, Software, Control, Management, Umsatzwachstum, Aussicht Illustration mit AI erstellt.

Rockwell Automation schließt das Geschäftsjahr 2026 mit kräftigem Gewinnwachstum ab. Ein Sondereffekt aus Zollrückerstattungen verzerrt allerdings das Bild im Schlussquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg im vierten Quartal um 16 Prozent auf 3,88 Dollar.

Zollerstattung mit zwei Gesichtern

Der Konzern erhielt im Quartal Rückerstattungen auf IEEPA-Zölle von 103 Millionen Dollar, dazu kamen Zinserträge. Diese senken die Umsatzkosten. Zugleich legte das Unternehmen ein Erstattungsprogramm für Kunden auf, die Preiserhöhungen infolge der Zölle gezahlt hatten. Dafür bildete es eine Rückstellung von 85 Millionen Dollar, die den Umsatz mindert.

Unterm Strich bleibt ein positiver Effekt von 0,11 Dollar je Aktie. Der Quartalsumsatz stieg dadurch nur um ein Prozent auf 2,33 Milliarden Dollar. Organisch lag das Plus bei drei Prozent, ohne die Kundenerstattung wäre es rund vier Prozentpunkte höher ausgefallen.

Der ausgewiesene Gewinn je Aktie sprang auf 3,11 Dollar, nach 1,23 Dollar im Vorjahr. Der Vergleich hinkt, denn 2025 belasteten eine Abschreibung auf das Gemeinschaftsunternehmen Sensia und höhere Asbestrückstellungen.

Software treibt, Services bremsen

Die operative Marge stieg im Quartal auf 24,5 Prozent, nach 21,3 Prozent im Vorjahr. Stärkster Bereich war Software & Control mit 15 Prozent Umsatzplus und einer Segmentmarge von 34 Prozent. Intelligent Devices wuchs um fünf Prozent.

Lifecycle Services schwächelte. Der Umsatz sank wegen Verkäufen von Geschäftsteilen um neun Prozent, organisch legte das Segment um zwei Prozent zu. Die wiederkehrenden Erlöse wuchsen organisch um fünf Prozent, im Softwarebereich im hohen einstelligen Bereich.

Für das gesamte Geschäftsjahr steht ein bereinigtes Ergebnis von 13,42 Dollar je Aktie zu Buche, ein Plus von 27 Prozent. Der freie Cashflow erreichte 1,7 Milliarden Dollar. Im Schlussquartal flossen 500 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe, im Gesamtjahr waren es rund 1,25 Milliarden Dollar. Konzernchef Blake Moret verwies auf Marktanteilsgewinne, vor allem in den Wachstumsfeldern Halbleiter und Rechenzentren.

Ausblick für 2027

Für das neue Geschäftsjahr erwartet das Management einen organischen Umsatzanstieg von 6 bis 9 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 14,50 und 15,50 Dollar liegen. Die Mitte der Spanne bedeutet gut 11 Prozent mehr als 2026. Vorbörslich zeigte sich die Aktie vor den Zahlen kaum verändert bei rund 444 Dollar.

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