Royal Caribbean Aktie: Prognose klettert auf 17,95 Dollar
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 12:11 Uhr | Redaktion boerse-global.deRoyal Caribbean hat im dritten Quartal die eigene Prognose übertroffen und hebt das Gewinnziel für 2026 an. Treiber waren eine starke kurzfristige Nachfrage in Europa und der Karibik sowie Kosten, die zeitlich ins vierte Quartal rutschten.
Zahlen über den eigenen Erwartungen
Der Umsatz stieg um knapp 9 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn lag bei 1,73 Milliarden Dollar oder 6,45 Dollar je Aktie, ein Jahr zuvor waren es 5,74 Dollar. Bereinigt kam der Konzern auf 6,57 Dollar je Aktie.
Die Kapazität wuchs um 8 Prozent, die Schiffe fuhren mit einer Auslastung von 112 Prozent. Die Nettoerträge je Kapazitätstag legten um 0,9 Prozent zu. Ein Teil des Kostenvorteils ist allerdings nur geliehen: Ausgaben, die im dritten Quartal ausblieben, fallen nun später an.
Für das Gesamtjahr erwartet das Management einen bereinigten Gewinn von 17,85 bis 17,95 Dollar je Aktie. Für das vierte Quartal peilt es 3,48 bis 3,58 Dollar an. Höhere Treibstoffkosten und Wechselkurse bremsen die Anhebung teilweise.
Buchungen und Ausblick auf 2027
Seit der letzten Telefonkonferenz stiegen die Buchungsvolumina im mittleren zweistelligen Prozentbereich über alle großen Kanäle. Für Fahrten im Jahr 2027 liegen sie im hohen zweistelligen Bereich.
CEO Jason Liberty sieht das Unternehmen auf Kurs, das Programm "Perfecta" zu erfüllen: ein jährliches Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von 20 Prozent von 2024 bis 2027, also rund 20 Dollar im Jahr 2027. Die Kapitalrendite liege bereits über dem Ziel.
Treibstoff bleibt ein Faktor. Für 2026 sind 58 Prozent des Verbrauchs per Swap abgesichert, für 2027 gut die Hälfte. Eine zehnprozentige Preisänderung würde das vierte Quartal mit rund 15 Millionen Dollar belasten oder entlasten.
Sandals-Einstieg und Finanzierung
Parallel dazu treibt der Konzern die Expansion in den All-inclusive-Markt voran. Der angekündigte Erwerb von 50 Prozent an Sandals und Beaches Resorts soll Anfang 2027 abgeschlossen werden, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Das Management erwartet vom ersten Tag an einen positiven Ergebnisbeitrag. Etwa 30 Prozent der Royal-Caribbean-Gäste buchen bereits All-inclusive-Urlaube, was Spielraum für Cross-Selling eröffnet.
Auch bei der Finanzierung hat sich einiges getan. Im Quartal platzierte das Unternehmen eine Anleihe über 1,25 Milliarden Dollar mit 5,55 Prozent Zinsen, im Oktober kam ein Kredit über 400 Millionen Dollar von der kanadischen Exportagentur EDC hinzu. Die Liquidität lag Ende September bei 7,4 Milliarden Dollar.
Die Investitionen für 2026 beziffert der Konzern auf rund 4,6 Milliarden Dollar, vor allem für neue Schiffe und Landziele. Die Kapazität soll 2027 um etwa 4,5 Prozent wachsen. Wie sich Sandals in der Prognose niederschlägt, will das Unternehmen mit dem Abschluss der Transaktion zusammen mit der Guidance für 2027 offenlegen.
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