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Rwe Aktie: Genehmigungen für zwei Wasserstoff-Kraftwerke erteilt

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 01:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zwei Kraftwerksprojekte in Eschweiler und Hürth kommen voran; in Lingen erproben RWE und Kawasaki eine 34-MW-Wasserstoffturbine.
Rwe, Aktie, Genehmigungen, Wasserstoff-Kraftwerke, Kraftwerksprojekte, Eschweiler, Hürth, Lingen, RWE, Kawasaki Illustration mit AI erstellt.

RWE kommt beim Aufbau flexibler Stromkapazitäten voran: Heute erhielt das Unternehmen Genehmigungen für zwei wasserstofffähige Kraftwerke in Eschweiler und Hürth. Die Anlagen sollen einspringen, wenn erneuerbare Energien den Strombedarf nicht decken. Für Anleger sprechen die Genehmigungen für Fortschritte bei der Projektentwicklung; wirtschaftlich entscheidend wird die Umsetzung der Anlagen sein.

Die Bezirksregierung Köln übergab die entsprechenden Bescheide. Regierungspräsident Gregor Lange unterzeichnete die Genehmigungen für eine Gas-und-Dampfturbinen-Anlage am Standort Weisweiler in Eschweiler sowie eine Gasmotorenanlage am Standort Knapsack in Hürth.

Flexible Leistung für Versorgungssicherheit

Die Anlage in Knapsack soll Spitzenlasten abdecken. Beide Projekte sollen die Versorgungssicherheit und die Netzstabilität unterstützen. Damit richtet RWE die geplanten Kapazitäten auf Situationen aus, in denen Wind- und Solarstrom den Bedarf nicht vollständig decken.

Für die Einordnung der Projekte ist diese Aufgabe zentral: Ihr Nutzen liegt in der flexiblen Bereitstellung von Strom. Für RWE spricht dabei die Ausrichtung auf Versorgungslücken, sofern die Anlagen die benötigte Leistung bedarfsgerecht bereitstellen können. Die Genehmigungen schaffen dafür einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Realisierung.

Parallel arbeitet das Unternehmen an der technischen Erprobung des Wasserstoffeinsatzes. Während die Genehmigungen den geplanten Kraftwerksbau voranbringen, soll der Testbetrieb praktische Erfahrungen mit unterschiedlichen Brennstoffen und Betriebsweisen liefern.

Wasserstofftechnik muss sich im Betrieb bewähren

RWE und Kawasaki starteten heute in Lingen den Testbetrieb einer Gasturbine mit 34 MW Leistung. Laut RWE handelt es sich um Europas größte voll wasserstofffähige Anlage ihrer Art. In den kommenden Monaten sollen die Partner den Betrieb mit Erdgas sowie Mischungen bis zu 100 % Wasserstoff erproben.

Zum Programm gehören unterschiedliche Betriebsweisen und Lastzustände. Der Wasserstoff stammt aus den benachbarten Elektrolyseuren des GET H2 Nukleus und wird mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Die Verbrennungstechnik wurde zuvor in kleineren Anlagen getestet.

Für die technische Perspektive spricht die Erprobung im größeren Maßstab, sofern sich die Technik auch unter wechselnden Lastbedingungen bewährt. RWE-Generation-Chef Nikolaus Valerius zufolge liefert die Anlage bis zu zehnmal so viel Leistung wie zuvor getestete Wasserstoffturbinen.

Den nächsten finanziellen Orientierungspunkt liefern die für den 11. November angekündigten Geschäftszahlen. Für Anleger stehen damit Projektfortschritte und Geschäftsentwicklung nebeneinander: Die heutigen Genehmigungen betreffen den künftigen Kraftwerksbetrieb, während die Ergebnisse die wirtschaftliche Entwicklung von RWE einordnen werden.

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