RWE Aktie: Verkauft alpha ventus an Ocean Breeze
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 05:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
RWE ordnet Teile seines Windkraftportfolios neu und trennt sich gemeinsam mit den bisherigen Partnern von Deutschlands erstem Offshore-Testfeld. Wie das Unternehmen mitteilte, veräußern RWE, EWE und Vattenfall ihre Anteile am Offshore-Windpark alpha ventus an Ocean Breeze Energy. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Der Vollzug des Verkaufs ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
An der Börse zeigte sich das Papier zu Wochenbeginn verhalten: Am gestrigen Montag ging der DAX-Titel mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 58,72 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht behauptet der Energiekonzern dennoch ein deutliches Plus von 30 Prozent seit Jahresbeginn.
Portfoliopflege auf hoher See
Mit dem vereinbarten Ausstieg aus alpha ventus schließt RWE ein langjähriges Kapitel der deutschen Offshore-Geschichte ab. Die Anlage in der Nordsee galt einst als wegweisendes Pilotvorhaben für Windkraft auf offener See. Die Transaktion mit dem neuen Eigentümer Ocean Breeze Energy markiert nun den geordneten Übergang des Vorhabens, bei dem die drei bisherigen Anteilseigner geschlossen ihre Beteiligungen abtreten.
Der Schritt fügt sich in die kontinuierliche Überprüfung bestehender Anlagen ein. Während kleinere oder ältere Projekte Platz im Bestand räumen, treibt RWE den Ausbau an anderer Stelle voran.
Strategische Großprojekte und Übernahmespekulationen
Parallel zu den Bereinigungen im Erzeugungsportfolio schloss der Konzern vor gut drei Wochen einen Stromabnahmevertrag mit Oracle ab. Bei der virtuellen Vereinbarung handelt es sich um eine Kapazität von 433 Megawatt aus den Windparks Panther Creek I, II und III im US-Bundesstaat Texas. Derartige Verträge festigen das Geschäft mit industriellen Großkunden und sichern Einnahmeströme im Erneuerbare-Energien-Sektor langfristig ab.
Für Aufmerksamkeit im Markt sorgten am 29. September zudem Übernahmespekulationen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen RWE und der Finanzinvestor KKR gemeinsam ein unverbindliches Angebot für Uniper abgegeben haben.
Bloomberg berief sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Weder RWE noch KKR wollten den Bericht kommentieren. Die Anleger richten ihr Augenmerk vor diesem Hintergrund darauf, wie das Management künftige Mittel zwischen Zukäufen und dem Ausbau der eigenen Pipeline ausbalanciert.
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