Sanha, Aktie

Sanha Gmbh Co Kg Aktie: Wachstum mit Margenpreis

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 10:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BTE und organisches Wachstum erhöhen Sanhas Erlöse; höhere Kosten und Abschreibungen mindern die ProfitabilitÀt.
Moderne Fertigungshalle fĂŒr Industriearmaturen und Rohrleitungssysteme in einer hellen, professionellen Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Rohrleitungsspezialist wÀchst, aber nicht zum Nulltarif: Sanha hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert, die Margen gaben jedoch nach. Treiber ist neben dem KerngeschÀft die erstmals konsolidierte BTE Biegetechnik Engineering.

Umsatz legt krÀftig zu

Die Erlöse stiegen um 26,9 Prozent auf 120,1 Millionen Euro, nach 94,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Rund 17 Millionen Euro steuerte BTE bei. Das KerngeschÀft wuchs organisch um 9,2 Prozent. Das ist etwas weniger als im ersten Halbjahr mit 12,5 Prozent, das Unternehmen sprach von einer erwartbaren AbschwÀchung.

Getragen wird das Wachstum vom IndustriegeschĂ€ft sowie von Frankreich, den Benelux-Staaten, Tschechien, der Slowakei, Polen und SĂŒdamerika. In Deutschland bleibt die Nachfrage verhalten. Positive Impulse kommen von gestiegenen Baugenehmigungen und dem im Juli verabschiedeten GebĂ€udemodernisierungsgesetz, das sich laut Unternehmen bereits im Heizungsmarkt bemerkbar macht, vor allem bei WĂ€rmepumpen.

Hinzu kommt ein regulatorischer RĂŒckenwind: Vor dem EU-weiten Verbot bleihaltiger Werkstoffe in der Trinkwasserinstallation ab dem 31. Dezember 2026 zieht die Nachfrage nach bleifreien Kupferlegierungen deutlich an.

Ergebnis wÀchst langsamer als der Umsatz

Das EBITDA kletterte um 2,1 Millionen Euro auf 17,7 Millionen Euro. Das EBIT stieg von 11,1 auf 12,1 Millionen Euro. Beide Kennziffern wuchsen damit deutlich langsamer als die Erlöse.

Die Marge verrĂ€t den Grund. Die EBITDA-Marge sank von 16,5 auf 14,7 Prozent, die EBIT-Marge von 11,7 auf 10,1 Prozent. Höhere Personalaufwendungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und gestiegene Abschreibungen drĂŒckten auf die ProfitabilitĂ€t. Auch die Rohertragsmarge gab von 60,7 auf 58,1 Prozent nach, wobei der absolute Rohertrag auf 69,8 Millionen Euro zulegte.

Prognose bleibt bestehen

FĂŒr das Gesamtjahr bestĂ€tigt die GeschĂ€ftsfĂŒhrung den Ausblick. Im KerngeschĂ€ft erwartet Sanha ein einstelliges Umsatzwachstum, inklusive BTE liegt der Zuwachs deutlich darĂŒber. EBITDA und EBIT sollen leicht steigen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Kaimer verweist auf die breite Aufstellung ĂŒber Regionen, Branchen und Produkte, die das Familienunternehmen auch in einem geopolitisch unsicheren Umfeld widerstandsfĂ€hig mache.

Mit dem Verbot bleihaltiger Werkstoffe zum Jahreswechsel steht ein konkreter Nachfragetreiber an. Ob er die Marge stabilisiert, zeigen erst die Jahreszahlen.

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