Santander, Aktie

Santander Aktie: Webster-Abschluss am 20. August

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 13:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Santander schließt Webster-Übernahme ab und startet Rückkauf von Brasilien-Anteilen. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahreshoch.

Santander: Webster-Übernahme perfekt, Brasilien-Rückkauf geplant
Modernes Glasgebäude bei Sonnenuntergang als Symbol für Stabilität und Wachstum im Finanzsektor. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die spanische Großbank Banco Santander treibt ihre internationale Expansions- und Konsolidierungsstrategie mit zwei bedeutenden Schritten voran. Während das Institut in den USA die Übernahme von Webster Financial unmittelbar vor dem Abschluss sieht, festigt die Bank ihre Position auf dem brasilianischen Markt durch ein öffentliches Übernahmeangebot für ausstehende Minderheitsanteile.

Webster-Übernahme vor finalem Abschluss

Am kommenden Donnerstag wird Banco Santander die Übernahme von Webster Financial offiziell abschließen. Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve in diesem Monat die letzte noch ausstehende Genehmigung erteilt hat, steht dem Vollzug der Transaktion am 20. August nichts mehr im Wege. Durch den Zusammenschluss wird Webster Financial aus dem S&P MidCap 400 Index ausscheiden und dort durch Sun Communities ersetzt.

Für Santander ist dieser Zukauf mit ehrgeizigen finanziellen Zielen verbunden. Das Management erwartet laut Berichten von The Nation View bis zum Jahr 2028 eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von 18 Prozent sowie einen Anstieg des Gewinns je Aktie um sieben bis acht Prozent.

Die kalkulierte Kapitalrendite (RoIC) wird auf etwa 15 Prozent beziffert. Trotz des politischen Widerstands einzelner US-Senatoren im Vorfeld konnte die Bank die regulatorischen Hürden erfolgreich nehmen.

Strategische Fokussierung auf Brasilien

Parallel zum US-Geschäft treibt Santander die Integration seiner brasilianischen Tochtergesellschaft voran. Das Institut plant den Rückkauf der verbleibenden zehn Prozent der Anteile an Santander Brasil im Rahmen eines Aktientauschs.

Medienberichten zufolge wird den Minderheitsaktionären ein Umtauschverhältnis von 0,2028 BDR/ADS pro Aktie angeboten. Dieser Schritt, der bis zum ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen sein soll, soll das Ergebnis je Aktie ab 2028 um rund 0,5 Prozent steigern.

Santander-Chefin Ana Botín betonte gestern, dass Brasilien für das globale Geschäftsmodell weiterhin „absolut zentral“ bleibe. Die brasilianische Tochtergesellschaft steuerte im ersten Halbjahr 2026 den zweithöchsten Gewinn innerhalb der gesamten Gruppe bei, auch wenn der Nettogewinn im zweiten Quartal aufgrund erhöhter Rückstellungen auf 3 Milliarden Real sank.

Am heutigen Dienstag bestätigten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zudem die neue Zusammensetzung des Boards, in das unter anderem Daniel Barriuso Rojo und Gilson Finkelsztain gewählt wurden.

Insiderkäufe und Marktentwicklung

Das Vertrauen in die strategische Ausrichtung wird durch Aktivitäten aus den eigenen Reihen unterstrichen. So erwarb die Direktorin Gina Diez Barroso am 10. August insgesamt 6.949 Aktien zu einem Preis von je 12,664 Euro an der Madrider Börse. Ergänzend dazu weitet das Institut sein operatives Geschäft in Europa aus: Ab morgen senkt Santander im Vereinigten Königreich die Hypothekenzinsen für bestimmte Kreditmodelle um bis zu 0,18 Prozentpunkte.

An der Börse wird die Entwicklung des Konzerns positiv quittiert. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um 25 Prozent zulegen. Mit einem aktuellen Kurs von 12,65 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem am 13. August erreichten 52-Wochen-Hoch von 13,12 Euro.

Der Abstand zu dieser Marke beträgt derzeit lediglich 3,6 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von 183,75 Milliarden Euro festigt Santander damit seine Rolle als eines der am schwersten gewichteten Finanzinstitute in Europa.

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