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Scandinavian Tobacco: Cashflow steigt auf 422 Millionen DKK

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Scandinavian Tobacco steigert den freien Cashflow und hÀlt an den Jahreszielen fest, wÀhrend der Markenverkauf an JTI vorbereitet wird.

Scandinavian Tobacco bestÀtigt Ziele und verkauft Marken an JTI
Abstrakte Darstellung einer modernen, professionellen GeschÀftsumgebung, die finanzielles Wachstum und StabilitÀt symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Scandinavian Tobacco Group (STG) hat Ende August seinen Zwischenbericht fĂŒr das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und dabei die Ziele fĂŒr das Gesamtjahr bekrĂ€ftigt. Im Zentrum der Unternehmensentwicklung stehen derzeit die konsequente Umsetzung der Strategie „Focus2030“ sowie der geplante Verkauf wesentlicher Feinschnitt-Marken an Japan Tobacco Inc. (JTI).

Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds meldet das Unternehmen Fortschritte in seinen Wachstumssegmenten, insbesondere bei handgefertigten Zigarren und im expandierenden GeschÀft mit Nikotinbeuteln.

Finanziell konnte die Scandinavian Tobacco Group im ersten Halbjahr ZuwÀchse beim Cashflow vermelden. Der freie Cashflow vor Akquisitionen stieg nach Unternehmensangaben auf 422 Millionen DÀnische Kronen (DKK), verglichen mit 275 Millionen DKK im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg resultierte primÀr aus verbesserten operativen BeitrÀgen und Optimierungen beim Betriebskapital im laufenden GeschÀftsjahr.

Portfolio-Bereinigung durch Markenverkauf an Japan Tobacco

Ein wesentlicher Pfeiler der aktuellen Neuausrichtung ist die im Juli unterzeichnete Vereinbarung zur VerĂ€ußerung der Feinschnittmarken BREAK und Moro an Japan Tobacco. Die Transaktion hat einen Wert von rund 176 Millionen Euro, was etwa 1,3 Milliarden DĂ€nischen Kronen entspricht.

Nach Steuern erwartet das Management einen Netto-Zufluss von rund 1,0 Milliarden DÀnischen Kronen. Diese Marken machten basierend auf den Ergebnissen des Jahres 2025 etwa vier Prozent des ausgewiesenen Nettoumsatzes sowie des Bruttogewinns vor Sondereffekten aus und sind vor allem im deutschen Markt prÀsent.

Der Abschluss der Transaktion wird bis zum Ende des Jahres 2026 erwartet, sofern die ĂŒblichen Bedingungen, einschließlich der fusionskontrollrechtlichen Genehmigungen, erfĂŒllt werden.

Die Erlöse aus dem Verkauf sollen laut Scandinavian Tobacco Group dazu verwendet werden, die Verschuldung zu reduzieren und den Verschuldungsgrad des Konzerns zu senken. Teil der Vereinbarung ist zudem eine Lohnfertigung durch STG fĂŒr Japan Tobacco ĂŒber einen Zeitraum von bis zu drei Jahren.

Strategie Focus2030 und Ausblick fĂŒr das Gesamtjahr

Parallel zur Portfolio-Bereinigung treibt die UnternehmensfĂŒhrung die Strategie „Focus2030“ voran. Hierbei liegt der Fokus auf dem Ausbau der MarktfĂŒhrerschaft bei handgefertigten Zigarren sowie der geografischen Expansion im Bereich der Nikotinbeutel.

Das Unternehmen bestĂ€tigte am 26. August die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026. Erwartet wird ein Nettoumsatzwachstum zwischen minus zwei und plus zwei Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll zwischen 13,0 und 14,5 Prozent liegen.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird fĂŒr das Gesamtjahr in einer Spanne von 9 bis 11 DKK prognostiziert. Zudem rechnet der Konzern mit einem freien Cashflow vor Akquisitionen zwischen 950 und 1.200 Millionen DĂ€nischen Kronen.

Die Marktreaktion auf die langfristige Entwicklung bleibt jedoch verhalten: Seit Jahresbeginn verzeichnete die Aktie von Scandinavian Tobacco ein Minus von 23 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 9,81 Euro und damit rund 30 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 13,96 Euro.

Bereits am 28. Juli hatte die Deutsche Bank ihre EinschĂ€tzung zur Aktie aktualisiert. Der Analyst Damian McNeela stufte den Wert von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel fĂŒr die an der Kopenhagener Börse gelistete Aktie von 77,00 auf 79,00 DKK an. Die operative Entwicklung im ersten Halbjahr untermauert nun die Erwartung des Managements, die gesetzten Finanzziele trotz der VolatilitĂ€t im globalen Tabakmarkt erreichen zu können.

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