SharonAI, Aktie

SharonAI Aktie: Bereitet Zweitnotierung an ASX vor

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 18:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Goldman Sachs ergänzt das Konsortium für SharonAIs geplanten ASX-Schritt; die Aktie verlor 11 Prozent und liegt nahe dem Jahrestief.

SharonAI plant ASX-Zweitnotierung und erweitert sein Beraterteam
Abstrakte Darstellung von globalem Marktwachstum und Börsenexpansion in einem modernen Finanzumfeld. Illustration mit AI erstellt.

SharonAI treibt seine globale Expansion auf dem Kapitalmarkt voran und bereitet eine Zweitnotierung an der australischen Börse ASX vor. Für diesen Schritt hat das an der Nasdaq notierte Unternehmen sein Beraterkonsortium erweitert: Goldman Sachs schließt sich den bisherigen Begleitern Macquarie Capital, Canaccord und Barrenjoey an. Der Schritt soll nach einem geplanten Börsengang von Firmus erfolgen.

Am Aktienmarkt sorgt der Expansionskurs am heutigen Donnerstag allerdings für keine Entlastung. Das Papier von SharonAI geriet unter erheblichen Verkaufsdruck und verlor im Tagesverlauf 11 % auf 35,70 Euro. Damit notiert der Titel lediglich 0,3 % über seinem 52-Wochen-Tief.

Beratereinsatz und Infrastrukturausbau

Die angestrebte Notierung in Australien folgt auf einen massiven Ausbau der physischen Rechenkapazitäten. Das Unternehmen hat die Gesamtkapazität seiner Anlagen auf 132 Megawatt ausgeweitet.

Das rasante Wachstum erfordert jedoch erhebliche finanzielle Mittel. Der Ausbau der Infrastruktur soll den vertraglichen Verpflichtungen dienen, wobei SharonAI den Gesamtwert seiner Verträge zuletzt auf über 8,8 Milliarden US-Dollar bezifferte. Diese Summe stellt allerdings keinen bereits realisierten Umsatz oder Zahlungseingang dar, sondern spiegelt künftige Vertragsvolumina wider.

Neuer Wirtschaftsprüfer und Prospektnachtrag

Parallel zu den Börsenplänen ordnet das Unternehmen seine aufsichtsrechtlichen Strukturen neu. SharonAI hat Ernst & Young mit Wirkung vom 23. September als neuen Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2026 bestellt und sich von der bisherigen Prüfgesellschaft HoganTaylor getrennt.

Laut Unternehmensangaben gab es im Vorfeld des Wechsels keine Meinungsverschiedenheiten in Sachfragen, allerdings war zuvor eine wesentliche Kontrollschwäche im internen System offengelegt worden.

Gleichzeitig reichte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Nachtrag zu mehreren Wiederverkaufsprospekten ein. Dieser umfasst unter anderem Wandelschuldverschreibungen über 350 Millionen US-Dollar mit einer Verzinsung von 6,00 % und Fälligkeit 2031 sowie eine Tranche über 691,7 Millionen US-Dollar zu 4,75 % mit Fälligkeit 2032. Hinzu kommen mehrere Millionen Stammaktien der Klasse A und Optionsscheine, die für eine spätere Platzierung am Markt registriert wurden.

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