Sierra Madre: 4.250 Kilowatt Backup gegen StromausfÀlle
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 17:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue ReservekapazitÀt gegen ProduktionsausfÀlle
Der kanadische Silber- und Goldproduzent Sierra Madre Gold and Silver hat einen wesentlichen Engpass am mexikanischen Standort La Guitarra behoben.
Zusammen mit einer zusĂ€tzlichen 1.250-kW-Anlage, die fĂŒr die Bereiche Coloso und Nazareno vorgesehen ist, verfĂŒgt der Betrieb damit ĂŒber eine gesamte ReservekapazitĂ€t von 4.250 Kilowatt.
Dieser Schritt dient der Absicherung gegen instabile Stromnetze, die den Betrieb im laufenden Jahr erheblich belastet hatten. Zwischen Januar und August 2026 registrierte das Management insgesamt 278 Stunden an produktionsrelevanten Ausfallzeiten â ein Zeitraum, der rechnerisch mehr als elf vollen Tagen entspricht.
Mit der neuen Backup-Infrastruktur soll die KontinuitÀt der Verarbeitung sichergestellt werden, wÀhrend das Unternehmen die KapazitÀten weiter hochfÀhrt.
Ausbauziele fĂŒr die kommenden Quartale
Die operativen Fortschritte bei La Guitarra manifestieren sich auch in den Durchsatzzahlen. Derzeit erreicht die Anlage eine Verarbeitungsleistung von 672 Tonnen pro Tag, was bereits einer Steigerung von 34 Prozent gegenĂŒber der nominalen KapazitĂ€t von 500 Tonnen entspricht. Bis zum Ende des laufenden dritten Quartals strebt Sierra Madre im Rahmen der ersten Ausbauphase einen stabilen Durchsatz von 750 bis 800 Tonnen tĂ€glich an.
Die Mine, die sich seit Anfang 2025 wieder in der kommerziellen Produktion befindet, bildet das RĂŒckgrat der aktuellen Unternehmensstrategie. Diese wurde durch die Ăbernahme des Del-Toro-Projekts im Juni 2026 ergĂ€nzt, fĂŒr dessen östlichen Distrikt bereits im Juli Bohrgenehmigungen erteilt wurden.
Finanzielle Lage
An der Börse wird die Entwicklung derzeit verhalten aufgenommen. Die Aktie notiert bei 0,8650 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn einen Wertverlust von 25 Prozent. Damit liegt das Papier deutlich unter seinem am 20. Januar markierten 52-Wochen-Hoch von 2,12 Euro.
Die finanzielle Basis fĂŒr die ExpansionsplĂ€ne ist derzeit stabil unterlegt. Zum Abschluss des zweiten Quartals wies Sierra Madre liquide Mittel in Höhe von 22,2 Millionen US-Dollar und ein Working Capital von 25,0 Millionen US-Dollar aus.
In diesem Zeitraum erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 8,23 Millionen US-Dollar sowie einen Bruttogewinn von 1,58 Millionen US-Dollar. Insgesamt wurden 123.483 Unzen SilberĂ€quivalent verkauft. Neben den operativen Cashflows stĂ€rkten Erlöse aus der AusĂŒbung von Optionsscheinen in Höhe von 5,3 Millionen US-Dollar nach Ende des zweiten Quartals die Bilanz weiter.
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